| ►Psalmodien.
Der Psalter nach poetischer Dichte übersetzt
Alle biblischen Psalmen hebräisch-deutsch für jedermann synchron nachlesbar
Hebräisch / deutsch in 2 Bänden
Münster/ Westfalen: LIT Verlag 2004
Reihe: Glauben und Leben Bd. 13
Teilband I: Pss 1 bis 82
Teilband II: Pss 83 bis 150
Wortstimmen (deutsch):
Ein Psalm des Asaf:
Gott ists, die Gottheit, der HERR:
Er spricht und ruft die Erde vom Sonnenaufgang bis hingeht sie.
Aus Zion, aus dem Schönsten her, ist Gott erschienen.
Es kommt unser Gott an, und nimmer er schweigt.
Feuer vor ihm hin frißt, rings es um ihn herum stürmet sehr.
Er ruft zu den Himmeln hinan und hin zum Land, daß er richt sein Volk:
„ Sammelt mir, die fromm mir, die schlossen mein Bündnis beim Opfer!!
Und es künden die Himmels Recht sein; denn es hält Gott Gericht, er. Aufwärts!
(Band I:) Psalm 50
Ein Gebet von Mosche, Mann des Herregotts:
O du Herr, ein Hort für uns geworden du bist Geschlechter fort.
Bevor ein Gebirg geboren, durften kreißen Erde oder Land,
da bist seit ewig auf ewig du, Gott.
Du wendest Menschsein zu Staub und redest:
„Wiederkehrt, Kinder Menschs!"
Dir tausend sind Jahre vor Augen, als ginge gestern nur der Tag
und wärs nur nachts ein Wachsein.
(Band II:) Psalm 90
Zu den beiden Paperback- Ausgaben:
Quattrophon ist dieses Werk zu nennen, Psalmen zu vier Stimmen: In der obersten Zeile eher unauffällig der hebräische Text, allerdings unpunktiert ("ktiv" genannt). Diese Manko ist aber nur scheinbar, denn die nächste Zeile liest sozusagen den Text ins Deutsche transliteriert. Darunter wird der transliterierte Text diesmal zum Nachsprechen abgedruckt, das hieße dann auf hebräisch "qere". Steht im "ktiv" also Jhwh, dann liest sich das "qere" folgerichtig adonaj. Ahlmeyer nennt diese Umschriften "wissenschaftlich" und "lautierend". In der vierten Zeile übersetzt sich der Text ins Deutsche, und zwar sehr wörtlich. Das ist wohl auch bezweckt. So lassen sich die Texte gut am "Original" nachlesen und nachsprechen.
Jizchak Avni (Jerusalem), Frank Stückemann (Meiningsen) und Martin Schiwy (Werne) schrieben Worte zum Geleit. Ahlmeyer verfaßte auf Helgoland das Vorwort (2004).
Im Band II werden die Pss im Anhang kurz kommentiert, dann folgen noch allgemeine Informationen zur Übersetzung. Auf die Psalmenausgaben von Luther und Buber wird ebenfalls in einem Kapitel näher eingeganen. Schliesslich wird die Metrik und Vertonungsmöglichkeit der Psalmen noch erörtert. Alles in allem ein Werk, das sich zu kaufen lohnt; denn Ahlmeyers Bände - leider wohl aus Kostengründen nur klebegebunden - haben, soweit man dies überschauen kann, auf Deutsch kaum Parallelen; lediglich aus dem römisch- katholischen Raum ist eine ähnliche Arbeit bekannt: siehe bei Mayer, Alois.
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