Sinngemäße Übersetzung nach dem hebräischen Urtext
München und Wien: Jos. Rothsche Verlagshandlung 1903. Siehe > Lanner, A
►Die Psalmen
[vollständig übersetzt]
Bremen: Verlag von C. Ed. Müller o. J.(ca. 1880)
Reproduktion und Druck: Friedrich Bischoff Druckerei, Frankfurt am Main o. J. (1983)
Zum Buch:
Diesem Prachtband im Quart- Format und Frakturschrift liegt - ungesagt - die Übersetzung von Martin Luther zugrunde. Benutzt wurde eine Ausgabe aus der Zeit vor der Revision 1892 („durchgesehen"); zu erkennen ist dies etwa an der Schreibweise >Thränen< oder >thun<. Weiterhin ist der Begriff >GOtt< mit zwei Anfangs- Kapitalbuchstaben geschrieben.
Das Buch beinhaltet außerdem 10 Tafeln mit farblithographisch illustrierten Psalm-Darstellungen mit Noten.
Der Verlag / Druckerei Friedrich Bischoff ist übrigens die Haus- & Hofdruckerei der Neuapostolischen Kirche; soweit bekannt, wird in dieser für gottesdienstliche Zwecke ausschließlich die Lutherbibel benutzt, früher die "neu durchgesehene" von 1913, seit 1998 die Revision von 1984.
►Das Hohelied der Liebe Salomonis
Für die Gegenwart neu bearbeitet und mit einem Nachwort versehen
Limitierte Auflage von 1500 Exemplaren (hier # 1262)
Wien: Cura Verlag o. J. (ca.1972)
Imprimatur: (ohne)
Wortstimme:
"So drück mich als ein Siegel auf dein Herz,
Als Fessel schlinge mich um deinen Arm:
Stark wie der Tod ist ja die Liebe mein,
Die Leidenschaft so tief wie die Vulkane.
Sie leuchten so wie Feuer und wie Flamme.
Nicht tausend Wasser können sie verlöschen,
Noch kann die Flut die Liebe je ertränken.
Und wollte einer alles, was er hat, verkaufen,
Um dafür Liebe zu gewinnen,
Verachten würde man solch Tun für Nichts."
(Kap.8: 6-7)
Zum Buch:
Das Büchlein ist im Duodez - Format (12°) gemacht. Die Seiten sind unüblicherweise rosafarben und schwarz fett bedruckt. Ein gut sechs-seitiges Nachwort des namenlosen Autors beschreibt die Rezeptionsgeschichte des Liedes hauptsächlich aus der Sicht des zeitgenössischen Katholizismus. Die evangelische Sicht, im Gegensatz dazu, wird ebenfass kurz angerissen.
►Das Hohe Lied Salomonis
Mit Zeichnungen von Gunter Böhmer
Maecenas Liebhaberdrucke
Heidenheim a. d. Brenz / Schwäb. Alb: Erich Hoffmann Verlag o. J. (1962)
"Diese Liebhaberausgabe wurde 1962 in der Druckerei Hans Christians in Hamburg aus der Bembo- Kursiv gesetzt, auf geglättetem Kupferdruckbütten der Hahnemühle gedruckt und von Christian Zwang in Hamburg gebunden. Die Strichätzungen nach den Zeichnungen von Gunter Böhmer lieferte Klischee- Döss in Nürnberg. Die Gestaltung des Buches betreute R. von Sichowsky in Hamburg.Die Auflage betrug elfhundert Exemplare, davon wurden einhundert in Ganzleder gebunden, numeriert und vom Künster signiert.
Zum Buch:
Dieses bibliophile Buch ist in Großquart gebunden; der Bibeltext in Rotdruck ist in Kapitel eingeteilt und fortlaufend je auf der rechten Buchdoppelseite gesetzt, links sind die Zeichnungen zu bewundern.
Zur Übersetzung wird nirgendwo etwas verlauten lassen. Benutzt wurde nach Vergleich "anonym" der Text aus der Elberfelder Bibel.
Klagelieder, Lobgesänge des Alten und Neuen Bundes
[übersetzt vonP. Markus Keller FSSP (* Endingen, AG ......... 1954)]
Ohne Ort / (Goldach/ St. Gallen): Magnificat Verlag [Josef Schmid] o. J. (um 1977)
Imprimatur: nicht ersucht
Wortstimmen:
"Der Herr, der erhabene Gott, hat gesprochen und aufgerufen
die Erde vom Aufgang der Sonne bis zum Niedergang.
Von Sion, der Krone Schönheit, erstrahlet der Herr,
Es naht unser Gott: er will nicht länger schweigen.
Verzehrendes Feurer zieht vor ihm her, rings um ihn erbrausen die Stürme.
Den Himmel droben und die Erde ruft er auf, zum Gericht über sein Volk.
Schart meine Frommen um mich, die beim Opfer den Bund mit mir schlossen!
Die Himmel verkünden seine Gerechtigkeit,
dass Gott selbst als Richter erscheint.
(Ps. 49 1- 6 V)
"Herr, du warst uns eine Zuflucht
Von Geschlecht zu Geschlecht.
Ehe die Berge sich hoben,
und Erde und Welt entstanden,
von Ewigkeit zu Ewigkeit bist du, o Gott.
Du läßt den Menschen zum Staub zurückkehren und sprichst:
»Kehret zurück, ihr Menschenkinder!«
Denn tausend Jahre sind vor dir
wie der gestrige Tag,
der vorüber ist, und wie eien Wache in der Nacht."
(Ps. 89:1-4 V)
Du aber, Herr, thronst in Ewigkeit; dein Thron steht fest von Geschlecht zu Geschlecht. /
Warum willst du uns für immer vergessen, uns verlassen auf Lebzeit? /
Führe uns, Herr, zu dir zurück, auf dass wir uns zu dir wenden!
Mach unsere Tage neu, ganz wie sie ehedem waren! /
Denn du hast uns doch nicht völlig verworfen, zürn uns doch nicht mit solcher Gewalt!"
(5. Klagelied 18-22)
Zum Buch:
Dieses Psalmenbuch ist anonym erschienen; der Name des Übersetzers oder Autoren wird nirgendwo genannt. Bisher recherchiert wurde, daß ein Priester namens Markus Keller dieses Buch Mitte der 70er Jahre in aller Stille auf dem St. Pelagiberg, TG übersetzt hat. Als Vorlage dienten ihm unter anderem auch die Übersetzung von Meinrad Stenzel aus der Pattlochbibel.
Zu P. Markus Keller siehe weiter unten.
Der Name Nicodemus Petermann wird als Autor bzw. Übersetzer von einigen Bücherforen (etwa vom Miriam- Verlag Jestetten) ins Spiel gebracht. Eine langwierige Recherche ergab, daß ein eidgenössischer Pfarrer dieses Namens (allerdings Nikodemus geschrieben)mit dieser Arbeit nicht in Verbindung gebracht werden kann; er hatte war wohl nur Abnehmer einer größeren Menge des Psalmbuches. Diese Angabe zur Autorenschaft ist also unrichtig.
Eine schweizer Druckerei, die den Titel heute noch zum Kauf anbietet, hat das Buch etwa um 1977 in einer Auflage von 10 oder 20 Tsd. als Auftragsabeit von zwei katholischen Damen gedruckt. Da das Buch nicht in erwartetem Umfang verkauft werden konnte, wurden die Bestände bis heute an verschiedenen Orten eingelagert.
Dieses Buch mit blauem Balacron- Einband ist in kl.-8° hergestellt und umfasst stattliche 400 Seiten. Eine knapp 6- seitige Einleitung geht dem Psalmtext voraus; daran anschließend das sogenannte »Heilandgebet", es folgen die Klagelieder sowie alt- und neutestamentliche Hynmen aus Daniel, I. Chr. 29, Isaias 12, Tobit 13, Isaias 38, Judith 16, 1. Sam 2, Jeremias 31, 2. Mose 15, Isa 45, Habakuk 3, Sirach 36, 5. Mose 32, Lukas 1 und 2. Lobgesänge der Kirche sowie Gebete und Anwesunegn beschließen den Band.
Eine Anmerkung auf der letzten Seite, „Die neu- und alttestamentlichen Gebete sind dem roten Psalmenbuch entnommen. Die hl. Psalmen aus dem Hebräischen neu übersetzt und vollkommen auf Manuskripte niedergeschrieben" gibt betreffs des roten Psalmenbuches Rätsel auf. Was es mit diesem Buch auf sich hat, konnte noch nicht geklärt werden.
Zur Person:
......................
►Liturgie und Psalmen
Die Liturgie und andere Gottesdienste der Kirche. [Katholisch-Apostolisch] Die Psalmen. Zum Gebrauche beim gottesdienstlichen Gesange.
Zürich: ohne Verlag bzw. Herausgeber. 1910
Wortstimme: Herr, Gott, Du bist unsre Zuflucht für und für.
Ehe denn die Berge wurden.
Und die Erde und die Welt geschaffen wurde,
bist Du, Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Der Du Menschen in Staub wandelst, und sprichst:
Kommet wieder Menschenkinder.
Denn tausend Jahre sind vor dir wie der Tag,
der gestern vergangen ist, und wie eine Nachtwache.
(Ps. 90: 1-4)
Zum Buch:
Die Psalmen sind vollständig im zweiten Teil dieses in kl.8° gebundenen Buches enthalten.
Weitere Informationen zu den Herausgebern dieses Buches sind erwünscht.
Anonyme Jüdische Übersetzungen:
►Pentateuch nebst den Haftaroth
Hebräisch mit deutscher Übersetzung. Mit Beigabe der Sabbathgebete
Wien I., Budapest: Verlag von Jos. Schlesingers Buchhandlung 1922
Bd.1: Bereschit. Das erste Buch Mose
Wortstimmen:
Im Anfange schuf Gott die Himmel und die Erde.
Die Erde aber war unförmlich und vermischt,
Finsternis auf der Fläche des Abgrundes,
und der göttliche Geist war webend auf den Wassern.
Da sprach Gott: es werde Licht; so ward Licht.
Gott sah das Licht, daß es gut sei, und unterschied
zwischen dem Licht und der Finsternis.
Gott nannte das Licht Tag, und die Finsternis nannte er Nacht:
da ward Abend und ward Morgen, ein Tag (1. Buch Mose 1:1- 5)
Bd.2: Schemot. Das zweite Buch Mose
Wie ist sein Name? Was soll ich ihnen sagen? Da sprach Gott zu Moscheh:
Ich bin das Wesen, welches ewig ist, er sprach nämlich:
So sollst du sprechen zu den Kindern Jisrael's:
(das ewige Wesen) hat mich gesandt zu euch.
Und Gott sprach ferner zu Moscheh:
So sollst du sprechen zu den Kindern Jisrael’s:
Das ewige Wesen, der Gott eurer Voreltern, der Gott Abraham’s,
der Gott Jizchak’s und der Gott Jakob’s hat mich gesandt zu euch,
dies ist mein Name in Ewigkeit,
und dies soll mein Denkwort sein für jedes Geschlecht und Zeitalter. (2. Buch Mose 3: 13b-15)
Bd.3: Wajikra. Das dritte Buch Mose
Und die Person, welche sich wendet an Todtenbeschwörer oder an Zeichendeutler,
ihnen nachzubuhlen, werde ich meinen Zorn richten gegen diese Person
und sie ausrotten aus der Mitte ihres Volkes.
Haltet euch heilig, damit ihr heilig bleibet, denn ich, der Ewige, bin euer Gott.
Beobachtet meine Gesetze und übet sie aus. Ich bin der Ewige, der euch heiliget. (3. Mose: Kap 20: 6-8)
Bd.4: Bamidbar: Das vierte Buch Mose
Es bestelle der Ewige, der Gott der Geister alles Fleisches,
einen Mann über die Gemeinde, der ausziehe vor ihnen und der einziehe vor ihnen,
und der sie ausführe und der sie einführe, damit die Gemeinde des Ewigen
nicht sei wie Schafe,
die keinen Hirten haben.
Und der Ewige sprach zu Moscheh:
Nimm dir Jehoschua, den Sohn Nun’s, einen Mann, in dem Geist ist,
und lege deine Hand auf ihn;
dann stelle ihn vor Elasar den Priester und vor die ganze Gemeinde,
und gib ihm Befehl vor ihren Augen und lege von deiner Würde auf ihn,
damit (ihm) gehorche die ganze Gemeinde der Kinder Jisraels’s. (4. Buch Mose 27: 16-20)
Bd.5: Debarim. Das fünfte Buch Mose.
Keiner ist wie der Gott Jeschurun’s der am Himmel daherfährt zu deiner Hilfe,
und in seiner Erhabenheit auf den Wolken,
der Wohnung des Gottes der Urzeit und (auch) auf den ewigen Armen der Unterwelt,
er vertreibt vor dir den Feind und spricht (zu dir) vertilge (ihn).
Und Israel wohnt sicher, abgesondert der Quell Jakobs...
Heil dir, Jisrael! wer ist wie du? ein Volk, dem Beistand wird durch den Ewigen,
der das Schild deiner Hilfe und das Schwert deiner Erhabenheit ist.
(5. Buch Mose 33: 26-29a)
Zum Fünfbuch:
Die Übersetzung ist in der Tradition Mendelssohns verfertigt. Die Haftoroth sind übersetzt, die Sabbathgebete nicht. Das Format ist mit 12° recht klein gehalten.
►Das Buch Esther
Hebräisch / deutsch
Wien I.: Jos. Schlesinger’s Buchhandlung 1928
Wortstimme: Alsdann sagte er zum Könige: da lebt ein Volk,
verworfen und zerstreut unter allen Völkern der sämmtlichen Länder deines Reiches,
die sich durch ihre sonderbaren Gesetze von allen andern Völkern unterscheiden,
die königlichen Landesgesetze hingegen nicht befolgen,
und es vortheilt dem Könige nicht, sie zu dulden,
wenn es also dem Könige gefällig ist, so sollen schriftliche Befehle
zu ihrer Vertilgung ausgefertigt werden."
(Haman in Kap. 3: 8-9a)
Zum Buch:
Das in kl.8° hergestellt Buch ist für den gottesdienstlichen Gebrauch an Purim gedacht und mit den Tagzeitgebeten versehen, diese allerdings nur in hebräisch. Der Bibeltext ist je Seite zweisprachig: in der rechten Spalte die Masora, links die Übersetzung. Außer dem Hinweis "made in Austria" auf der Titelseite gibt es keinen Hinweis auf den Übersetzer oder Herausgeber.
►Das Buch Esther
Illustrationen Zeev Raban
Tel- Aviv. Israel: SINAI Publishing House 1985
hebr./ dt.
Wortstimme: "Da sagte Haman zum König Ahasweros,
dass in seinem ganzen Lande ein Volk zerstreut lebe,
dessen Gesetze verschieden seien von denjenigen anderer Völker,
die königlichen Gesetze befolgen sie nicht und dass es kein Vorteil wäre,
sie im Lande zu dulden.wenn es also dem König gefalle,
solle befohlen werden, sie zu vernichten."
(Kap.3: 8-9a)
Zum Buch:
Dieses klammergeheftete quer-kl.8° Heft ist leider ohne Übersetzer ediert; zu dieser unschönen Praxis vom Verlag Sinai näheres bei >Salomon. Bisher konnte unter den vielen vorhandenen jüdischen Überstzungen keine gefunden werden, zu der dieser Text passt. Diese Ausgabe ist auch zum Gebrauch an Purim geeignet, da alle gottesdienstlichen Gebete enthalten sind, sogar mit Übersetzung. Das Querformat schafft Raum für je zwei Kolumnen pro Seite, also vier Spalten, rechts hebräisch, links deutsch in Antiqua. Auf je zehn farbigen ganzseitigen Abbildungen ist der hebräische Text nochmals geschrieben, allerdings sehr klein, eher als Buchillustration gedacht. Zeev Rabans Kunst mutet sehr orientalisch an, wirkt authentischer als z.B. die von Doré.
►Das Buch Ruth
Mit Abbildungen nach Holzschnitten von Fritz Lederer (* Königsberg a. d. Eger 1878 ........1949)
Berlin: Verlag für jüdische Kunst und Kultur Fritz Gurlitt 1920
Reihe: Jüdische Bücherei Band 8
Herausgeber: Dr. Karl Israel Schwarz (*München.........1885 1962 Tel Aviv / Israel)
Wortstimme: "Und Boas antwortete und sprach zu ihr: "Es ist mir alles berichtet worden,
was du an deiner Schwiegermutter getan hast nach dem Tode deines Mannes
und daß du Vater und Mutter und Heimatland verlassen hast
und zu einem Volke gezogen bist, daß du nicht kanntest,
nicht gestern und nicht vorgestern. Gott vegelte dir dein Tun,
und möge dir voller Lohn vom Ewigen, dem Gotte Israels, werden,
unter dessen Fittichen dich zu bergen, du gekommen bist."
(Kap. II)
Zum Buch:
"Eine zwanglose Folge von schön ausgestatteten Bändchen. Alte und moderne jüdische Dokumente von künstlerischem , literarischem und kulturhistorischen Werte. In kartoniertem Künstlerumschlag:"
So wird im Anhang die Reihe des Berliner Fritz Gurlitt Verlages beschrieben. 4 Mark 50 waren dafür im Erscheinungsjahr auszugeben. Das Heft ist in kl. 8° gemacht und in fetter Fraktur gedruckt. Acht gegenständliche, in die Zeit der Esthergeschichte zurückdatierte ganzseitige Holzschnitte bereichern den Band. Der Bibeltext ist fortlaufend und ohne Versangaben gedruckt. Ein Übersetzer ist nicht angegeben. Der deutsch- jüdische Kunsthistoriker Karl Schwarz war im nichtjüdischen Gurlitt- Verlag für die als "Jüdische Bücherei" bezeichnete Reihe verantwortlich. Schwarz war übrigens ab 1927 Leiter des (eine Woche vor der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten) am 24. Mai 1933 eröffneten Berliner Jüdischen Museums.
" Megilath Ruth "
►Das Büchlein Ruth.
Eine Festgabe zu Schowuaus [hebr. / dt.]
Herausgeber: Der Vorstand der Jüdischen Gemeinde zu Berlin. Aufbringungswerk. 1936
Wortstimme:
Zum Heft:
Heinrich Stahl, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, schrieb zusammen mit Rabbiner Dr. Martin Salomonski, dem Leiter des Aubringungswerkes, das Vorwort zu dieser Festgabe zum Fest der Wochen, Schawuot. Zu lesen ist: „SiebenWochen nach Beginn des Pessachbegeht Israel das Schowuausfest, an dem sich Gottes Liebe am Sinai offenbart hat. Die Tora und die zehn Gebote, die von dort ausgingen, sind die kostbarsten Besitze des Judentums geworden. (.....) Wer sich davon überzeigen will, daß Nächstenliebe ein jüdisches Erbgut ist, der lese auf den folgenden Seiten das nach alten Brauche dem Schowuausfeste zugeeignete Büchlein Ruth. So klein es sein mag, es ist eine edle Perle in der Krone der Heiligen Schrift.
Berlin: im Mai 1936. Heinrich Stahl, Vorsitzender / Rabbiner Dr. Martin Salomonski, Leiter des Aufbringungswerkes
Wer genau diese Übersetzung veranstaltet hat, ist nicht gesagt; das Heft ist im Schulheftformat ähnlich DIN_A 5 hergestellt. Pro Seite ist innen die Masora und in der äußeren Spalte die Übersetzung angeordnet. In der Fußnote sind ausführliche Anmerkungen zu finden. Hebräische Texte innerhalb der Anmerkung sind in rot gedruckt, aber nicht in jedem Fall übersetzt.
Rabbiner Dr. phil. Martin Meïr Salomonski * Berlin 24. Juni 1881 nach dem 16. Okt. 1944 KZ Auschwitz
Gedenktafel in Berlin- Rudow, Alt-Rudow 43.
Die Rolle Kohelet
(Mit Bildern von ''E. M. Lilien'')
Eine Festgabe zum Tischri 5699 [hebr. / dt.]. Vom Aufbringungswerk der Jüdischen Gemeinde zu Berlin
[Herausgeber:] Der Vorstand der Jüdischen Gemeinde zu Berlin. Aufbringungswerk. Ende September 1939. Auflage 5000
Wortstimme:
....
Zum Heft:
Wie auch im oben gelisteten Heft ''Ruth'' haben der Vorstand Heinrich Stah' und der Leiter des Aufbringungswerkes Rabbiner Dr. Martin Salomonski das "Wort zur rechten Zeit" verfasst, datiert Berlin, Erew Rausch haschono 5698/ 5699, also zum Neujahrsfest September 1938. Leider ist auch hier kein Übersetzer genannt. Der Antiquadruck ist zweifarbig, Kernstellen des Predigers sind rot abgesetzt.
Die Bilder des Jugendstilkünstlers Ephraim Mosche Lilien stammen aus dem Werke E. M. Lilien von Lothar Brieger.