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Freitag, den 05. Dezember 2008 um 18:02 Uhr
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  Bibelumschreibung des Ephoralausschusses für Bibelumschreibung in der Ephorie Auerbach i. V.

      Auerbacher Bibelumschreibung bzw. * Auerbacher Bibel= Umschreibung  »BU« bzw. »ABU«                                                                                   
  Bibelumschreibung der Sächsischen Haupt – Bibelgesellschaft

 Barmer Ausgabe 1925

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  Ev.-Luth. Kirche
St. Laurentius Crimmitschau
hier wirkte Alfred Zenker

 

 

 

 

 

 

 

 

Neudietendorfer Ausgabe 1933

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

   

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zenker, Karl Alfred (* Bautzen / Sachsen.............1878 + ...............................) Pfarrer 

H......., J........(*............................... + ...............................)

Leuschner, Carl (*............................... + ...............................)

Sch........, A.........(*............................... + ...............................)

 

    Falkensteiner Ausgabe 1922


Namensgebung:
Die ersten Hefte dieser Schriftreihe aus dem vogtländischen Falkenstein trug den Titel >Bibelumschreibung< und war - soweit erschlossen - nicht numeriert. Die zweite (II.) Auflage erhielt dann den Namenszusatz >Auerbacher Bibelumschreibung sowie eine Zählung. Das Städtchen Auerbach i. V. war/ ist einer von 21 Kirchenbezirken (Ephorien) der sächsischen Landeskirche. Daher wohl die Namensgebung für dieses bemerkenswerte Werk. Wie lange die Hefte in Falkenstein gedruckt wurden, ist nicht genau bekannt; Mitte der 20er Jahre jedenfalls wurde die Reihe im niederrheinischen Barmen fortgeführt, das Copyright fiel ebenfalls dorthin. Alte Hefte wurden neu herausgegeben, der Name ABU wurde (mit Trennungsstrich) beibehalten, ebenfalls eine (noch nicht genau definierte) Zählung, nicht jedoch die Aufmachung, die nun sehr viel ansprechender erschien. (Noch sind nur zwei der Barmener Ausgaben im BB vorhanden.)
Ab etwa 1933 bis zur Einstellung 1939 erschien die ABU (weiterhin mit Trennungsstrich) dann im thüringischen Neudietendorf. Der alte Stich mit dem lehrenden Hirten wurde wieder als Umschlagabb. benutzt.
In den 50er Jahren ist die BU wieder auferstanden, allerdings sind wohl, wie unten gelistet, nur vier Hefte zu DDR- Zeiten erschienen.
 
Im Nachwort der einzelnen Hefte ist der Zweck u. a. folgendermaßen beschrieben:
Was will die Bibel- Umschreibung?
In unsre zur Zeit unübertroffenen Lutherübersetzung hineinführen.
Mir dürren Worten oder durch Einschieben schmückender Beiwörter.... den Gedankengang des biblischen Schriftstellers klar herausstreichen.
Aufdecken, was, zwischen den Zeilen stehend, vom Schriftsteller eigentlich gemeint ist..
Keine Neuübersetzung! Die kann nur ein zweiter Luther bringen.
Das Wiederaufleben des Alten Testamentes fördern....“
Die Quintessenz sei: „Nun aber nehme man seine Lutherbibel und lese dieselben Kapitel nach.“

 

  ¶ ABU Heft 1*: Buch des Propheten Micha.
                        Wider die Gefahren der Großstadt. Von einem Stillen im Lande.
                  (ohne Übersetzerangabe)
Falkenstein im Vogtland: Kommissionsverlag und Druck: Richard Fülle. II. Aufl. 1921
 
altWortstimme:
 
 

► ABU 
Heft 2: Buch Nehemia. Eine amtliche Denkschrift über den Wiederaufbau
             (ohne Übersetzerangabe)
> Falkenstein i. V.: Kommissionsverlag und Druck: Richard Fülle. II. Aufl. 1921
Barmen/ Rheinland: Verlag des Reichsverbandes der Evangel. Jungmännerbünde Deutschlands
                 und verwandter Bestrebungen E.V. 1925. Westdeutscher Jünglingsbund
 
altWortstimme:
. . . „Es ist schrecklich, was Du, großer Gott, über uns verhängst!
Aber wenn man sich durch dieses Herzeleid treiben läßt,
nur noch bei Dir Zuflucht zu suchen, Dich zu lieben
und sich immer gewissenhafter an Deine Gebote zu halten,
dann bist Du auch bereit, auf Deine Gnade und Deinen Bund zurückzukommen.
Ach, habe doch ein Auge und ein Ohr für mich.
Wir Juden haben ja unstreitig gesündigt und ernten wohlverdiente Strafe."
(Kap. 1: 5 - 8)
 
Zu den Heften:
(.......)
 
 

       ¶ ABU
Heft 3: Jesaias
 

      
BU (ohne Nummer, Heft 4:) Buch Josua.
                 Wie wir ins Neuland kamen unter Mosis treuem Schüler
                 Josua dem Siegreichen.
                    (ohne Übersetzerangabe)
Falkenstein im Vogtland: Kommissionsverlag: Buchdruckerei Richard Fülle. 1920
 
altWortstimme:
 
 

       ►
ABU Heft 5. Hiob
                     (ohne Übersetzerangabe)
      
Barmen: Verlag des Reichsverbandes der Evangel. Jungmännerbünde Deutschlands
                                           und verwandter Bestrebungen E.V. 1926 Westdeutscher Jünglingsbund
 
 altWortstimme:
„Ist doch seine Wahrheit überschwenglich höher als die eines Menschen, auch als die deine.
 Bilde dir nur nicht ein, sein Wissen erreichen zu können!
 Sein Wissen erstreckt sich, wohin dein Verstand nicht folgen kann.
Wenn er einen in Haft nimmt, .. so vergereifet er sich nicht an einem Unschuldigen
s t r a f t  e r  d o c h  a u c h  g e h e i m e  S ü n d e !
Aber eher wird aus einem Wildesel ein Mensch, als aus einem Hohlkopf
ein Verständiger. —"
(Hiob 11: 7- 9)
 
D i e  N a c h w e l t  w i r d  g e r e c h t e r  u r t e i l e n  a l s  i h r !
D e s h a l b  w ü n s c h e  i c h ,  m e i n e  v o n  e u c h  v e r a c h t e t e n  R e d e n
w ü r d e n  i n  e i n e m  B u c h e  z u s a m m e n g e s t e l l t ,  o d e r  n o c h  b e s s e r
a u f  B l e i t a f e l n  o d e r  S t e i n d e n k m ä l e r n  d e r  s p ä t e s t e n  N a c h w e l t
e r h a l t e n  u n d  ö f f e n t l i c h  a u s g e s t e l l t !
I n d e s s e n  b e d a r f  e s  d i e s e s  Z e u g n i s s e s  n i c h t :
I c h  w e i ß  b e s t i m m t  d e n  Z e u g e n  m e i n e r  U n s c h u l d ,
d e r  s c h o n  j e t z t  f ü r  m i c h  e i n t r i t t . E r  w i r d  a u c h  h i e r
a u f  E r d e n  s c h o n , w o  s i c h  j e t z t  a l l e s  g e g e n  m i c h  v e r s c h w ö r t ,
z u l e t z t  m i r  R e c h t  v e r s c h a f f e n ,  w e n n  m e i n  L e i b  i n  S t a u b
z e r f a l l e n  i s t . M e i n e  H a u t  m u ß  j a  v e r f a u l e n , 
a b e r  e b e n s o  g e w i ß  w e r d e  i c h  n o c h  G o t t  s c h a u e n 
u n d  z w a r  a l s  m e i n e n  F r e u n d , der nicht mehr fremd gegen mich tut.
Darnach lechzt mein innerstes Verlangen.
(19: 23- 27)
 
Zum Heft:
Hier sind drei Teile des Hiobbuches vereinigt; Kap. 1- 14 aus dem alten Heft 10 sowie die neu hinzugekommenen Kap. 14- 28 und 29- 42. 
 
 

¶ ABU Heft 6: Ruth – Jona


BU (ohne Nummer; Heft 7:) Marcus- Evangelium
                   Taten und Leiden des unerkannten Gottessohnes
             Für den Taufunterricht in Kürze zusammengestellt.......
Falkenstein i. V.: Kommissionsverlag: Buchdruckerei Richard Fülle. 1920
 
 

BU / ABU  Heft 8: Brief and die Galater
          Eilbrief an die rasch abgefallenen Ansiedler und Sklaven
      im Gebirge über die Selbständigkeit des Paulus und seiner Glaubensgenossen
> Falkenstein i. V.: Bibelumschreibung des Ephoralausschusses für Bibelumschreibung. - Ephoralausschuss (1920)
> Barmen: 1924
 

BU  Heft 9: Epheserbrief
                    Barmen (1920)

BU (ohne Nummer) : Brief an die Philipper
                    Laßt Sonne ins Herz! Letzte Bitte eines Gefangenen an seine Kameraden
                   aus der Zeit des Sonnenaufgangs in Europa.
                     (von Carl Leuschner)
Falkenstein im Vogtland: Kommissionsverlag: Buchdruckerei Richard Fülle. 1920
 
altWortstimme:
 
 
 ABU  Heft 10: Buch Hiob, Kapitel 1- 14
                      Warum? solls soviel Leiden, so kurzes Glück nur geben?   
Falkenstein im Vogtland: Kommissionsverlag und Druck: Richard Fülle. 1922
 
                     

ABU Heft 11. Kolosserbrief

ABU Heft 12: Richter 1-12

*ABU Heft 13: Unseres Herrgotts Politik •
           Geschichte und Gesichte des Kanzlers Daniel.
                       (ohne Autorenangabe)
                      Falkenstein i. Vogtl.: Kommissionsverlag und Druck: Richard Fülle. 1922
 
             altWortstimme:
                 "So hatten die Kulturvölker aus sich nur Unheiliges und Vergängliches
              hervorgebracht.In Schrecken und Gericht endeten ihre Ausgeburten!
               Wie ein Geschenk des Himmels schwebte eine menschenähnliche
              Gestalt herab! Welch ein seliger Anblick nach jenen grausigen Erscheinungen!
              Endlich etwas Menschenähnliches und zugleich Gottesähnliches,
              denn es fuhr, wie ein genaueres Hinschauen lehrte, auf Wolkenwagen herab.
             Die Gestalt lenkte den Wolkenwagen zu Gottvater, dem Gesichtsältesten, hin
             und stellte sich diesem ehrfürchtig zur Verfügung. Ich sah dann noch,
             wie dieser menschenähnliches Gestalt unvergängliche Herrschergewalt
             auf Erden übertragen wurde."
             (Kap. 7: 13 -14)
             
 
 

ABU Heft 14: Der erste und zweite Petrusbrief. Der Brief des Judas
                     
Von Alfred Zenker

                      
Neudietendorf / Thür. : Verlag von Friedrich Jansa  2. Aufl. 1939
 

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Wortstimme:
 „Wer so etwas erlebt, zweifelt nicht mehr an dem unvergänglichen Werte des Alten Testamentes, soweit es auf Jesum weist. Lasset euch, ihr ehemaligen Juden, von euren heiligen Schriften nicht abbringen! Gewiß ist Christus im Vergleich zu den Büchern des Gesetzes und der Propheten eine strahlende Morgensonne. Aber ihr spürt ja gerade jetzt, wie manchmal auch im Christenherzen Dunkel herrscht. Wolken verhüllen auch da manchmal jede Sonne. Da kann uns das Alte Testament den Dienst einer Lampe leisten, die an dunklem Orte freundlich leuchtet. Kommen dann wieder lichtere Stunden, steht uns Christi Herrlichkeit wieder über jedem Zweifel, dann kann man ja diese „Lampe“ wegsetzen. Stellt aber das Alte Testament auch nicht auf eine Stufe mit den Fabeln, sagen und Weisheiten anderer Religionsbücher! Es wurde nicht am Schreibtische ausgeklügelt und kann auch nur von liebenden und leidenden Herzen richtig ausgelegt werden. Nicht haarscharfer Verstand, sondern heiliger Geist legt die Schrift am besten aus. Menschenwerk ist die Schrift schon deshalb nicht, weil die heiligen Männer, durch die sie geschrieben ward, sie oft gegen ihren Willen und unter Tränen niederschrieben, wozu Gottes Geist sie zwang. Keiner der Propheten und Schriftgelehrten schrieb nach eigenem Gutdünken.“
( 2. Petrus 1: 19-21)
 
 
 

ABU Heft 15: Jeremia 1- 11


ABU Heft 16: 1. Johannesbrief


ABU Heft 17: Hebräerbrief


 
ABU Heft 18: 2. Korinther „Es kommt auf den Boten an“
                      
In Verbindung mit + A. Sch. von Alfred Zenker

                       Neudietendorf / Thür. : wie oben. 1933

   altWortstimme:
 „Ist doch schon der Inhalt unserer Predigt ein großes „Ja!“, nämlich der Gottessohn selbst... , die verkörperte Bejahung aller alttestamentlichen Verheißungen. In ihm haben wir Recht und Pflicht, jedes ausgesprochene Lob Gottes mit freudigen „Amen“ zu bejahen und zu bekräftigen. Ebenso zuverlässig wie solches Amen sind meine Versprechungen. Bejahen und befestigen ist überhaupt des göttlichen Geistes Art, wenn es sich um unsere und Eure Gemeinschaft mit Christo handelt und wenn er uns zu Aposteln salbt. Wenn außerdem Gott alle Christen in der Heiligen Taufe zu seinem Eigentume abgestempelt und ihnen im Heiligen Geiste das Angeld für weitere Heilsgüter gibt, so liegt doch in beiden eine Bejahung des Menschenlebens, die ihr nie angezweifelt habt. Warum zweifelt ihr auf einmal die Zuverlässigkeit unsere Worte an? Ihr glaubtet uns doch bisher in den wichtigsten Dingen!“
( 2. Kor. 1: 19-22)
 
 

►ABU Heft 19: Prediger Salomo „Genieße, was Gott dir beschieden...“
                    
von Alfred Zenker

                    
Neudietendorf / Thür.: wie oben 1933

 altWortstimme:
So ist es denn Selbstüberhebung, daß der Mensch sich als Schaffender fühlt
und auch noch fragt: „Was wird mir dafür?"
Wer sich mit solchen Gedanken plagt, verurteilt sich selber zur Erfolglosigkeit.
Gott hat es so eingerichtet. Überhaupt macht die Fehler nicht Gott,
sondern der Mensch. Gewiß hat Gott dem Menschen auch die Sorge
um die Zukunft auferlegt, aber das Unberechenbare und Unerforschliche
sollder Mensch nicht zu ergründen suchen.
Auch ich hatte vergessen, daß ich eben nur Mensch bin.
Statt Unerreichbarem nachzustreben, sollte man lieber kindlich sein
und die Freuden genießen, die uns Gott gönnt, ... und hierbei nicht vergessen,
daß derartiges harmloses Genießen der Lebensfreuden auch von Gott
gegeben sein muß.
(3: 9- 13)
          
 
 
 
► ABU Heft 20: Hosea „ Zurück zum Gott der Treue...“
     
In Verbindung mit J. H. von Alfred Zenker

      Neudietendorf / Thür.: wie oben 1933
        altWortstimme:
            „Dieser Privatehehandel soll wiederum eine Weissagung
            auf das Schicksal unseres ganzen Volkes sein.
 Auch die Kinder Israel werden lange Zeit allein bleiben müssen - -
ohne König und Beamte,
  ohne Opfer, ohne heiligen Schmuck, ohne Hausgottesdienst.
 Danach werden sie sich, mit zitternder Seele Gott suchend,
zu Gottesfurcht und Gottvertrauen bekehren...
Seht euch im Lande um: Sie sind alle schuld!“
( Hosea 3:4-5)
 

►ABU Heft 21: Sacharja „Aus schwülen Wolken und Weltgericht...“
                      
von Alfred Zenker

                     
Neudietendorf / Thür.: wie oben 1933

 

  altWortstimme:
  „...und erhielt von ihnen das nötige Gold und Silber zur Anfertigung einer Krone.
Diese Krone sollst du dem Josua mit folgenden Worten aufsetzen:
„So hat der Herr der Heerscharen gesprochen:
Es wird ein Reis aufgehen vom Stamme Isai,
und unter diesem Sproß aus Davids Stamme wir ein neues Sprossen,
Grünen und Blühen in der gläubigen Gemeinde anheben,
und er wird den wahren Tempel bauen als ... echter Priesterkönig.
Zum Zeichen für sein Kommen setze also dem Josua die Krone auf,
zugleich aber auch zum Zeichen dafür, dass zwischen Josua und Serubabel
friedliches Einvernehmen herrschen wird,
also zwischen dem geistlichen und weltlichen Oberhaupt eures Volkes."
(Sacharja 6:11-13)
 

ABU Heft 22: Richter 13-21


Zu den Heften:
Ob während der Zeit des „Dritten Reichs“ noch weitere Hefte erschienen sind, ist unklar.
Die Hefte (außer Heft 13!) sind in einem Format, das knapp zwischen kl.- 8° und  Oktav liegt (18.7 cm) hergestellt und in Fraktur gedruckt. Kapitel – und Verzahlen sind eingefügt. In den NT- Teilen sind in aller Regel auch Verweise aufs AT eingefügt.
Die Hefte aus Barmen habe ein recht ansprechendes Umschlagdesign, während die Neudietendorfer Ausgaben einen vergleichbar altertümlichen Eindruck hinterlassen. Heft 13 stammt aus Falkenstein im Vogtland und ist als ältestes (vorhandenes) Heft wohl den Urausgaben, die seit November 1918 im Umlauf waren, zuzuordnen: Großoktav- Format und Frakturdruck. Mit der Übernahme der ABU- Reihe durch den Barmer Verlag wurde wohl das Format verkleinert.
 
Zur Person Alfred Zenker:
Näheres ist nicht bekannt. Im Sächsischen Pfarrerbuch 1939/ 40 (Siehe Bibliographie!) ist zu lesen, daß Karl Alfred Zenker 1924 als Archidiakon in der Laurentius- Gemeinde Crimmitschau - zwischen den sächsischen Städten Gera und Zwickau gelegen - tätig war. Mehr ließ sich über ihn (noch) nicht eruieren.
 


 In den fünfziger Jahren wurde die Reihe unabhängig wieder aufgenommen unter dem leicht abgeänderten Titel:


   
Bibelumschreibung der Sächsischen Haupt – Bibelgesellschaft
Herausgegeben von der Sächsischen Haupt– Bibelgesellschaft Dresden.

Schwabe, Wolfgang (*............................ + ................................)

Folgende Titel aus dieser Reihe sind bekannt:


Gott hält Wort. Das Evangelium nach Matthäus.
Bearbeitet von Wolfgang Schwabe

Berlin: Evangelische Haupt – Bibelgesellschaft. o. J. (1956)

altWortstimme:
Ihr dürft ihn anreden: Unser Vater! Wir stehen vor dir, dem allmächtigen Herrn aller Himmel und Welten.
Wir beugen uns vor deiner Majestät und beten dich an in deiner Herrlichkeit.
Ach, hilf, daß wir deinen Namen recht ehren und gläubigen Herzens mit dir Ernst machen,
dem lebendigen Gott! Mach doch deine Macht und Herrlichkeit allen Menschen offenbar!
Richte in ihren Herzen deine Herrschaft auf! Laß, was dein heiliger Gottesrat bestimmt,
an uns geschehen, und nimm uns hin mit Leib und Seele,
daß wir deinem guten Gotteswillen recht gehorsam werden!
Ach, mach uns los von all den gottvergessenen Sorgen um die kleinen irdischen Dinge.
Wir wissen, daß du auch sie ernst nimmst und willst uns freundlich geben,
auch unser Brot für heut und morgen und alles, was uns zum leiblichen Leben not ist.
Ach, nimm von uns auch die bange Sorge um unsre Seele!
Du weißt es, wir werden vor dir, dem heiligen Gott, schuldig Tag für Tag.
Aber bei dir ist die Vergebung. Mache auch uns zum Vergeben bereit!
Denn was wiegt gegen all unsre große Schuld vor dir das Wenige,
was unsre Mitmenschen uns an Leid oder Kränkung zufügen!
Wie wollten wir vor dir bestehen, wenn wir kleinlich ihnen
jede menschliche Schuld nachrechnen wollten! Du weißt, wie wir als arme,
sündhafte Menschen bei jedem Schritt, den wir tun, für alles Böse anfällig sind,
und kennst die große Gefahr der Versuchung, in der wir täglich stehen.
Laß uns ihr nicht erliegen, sondern hilf uns, dass wir den Kampf bestehen!
Den Kampf mit dem Bösen, in den ja du uns selber schickst.
Du sitzest ja mächtig im Regimente, du großer Gott. Bei dir ist nichts unmöglich,
drum lassen wir dich nur walten. Und ein heiliger Gottesrat führt am Ende alles herrlich hinaus.
Des sind wir gewiß, so wahr du unser Gott bist.“
( Evangelium nach Matthäus 6: 9b-13)

 

In Schwachheit stark. Die Briefe des Apostels Paulus an die Korinther.
Bearbeitet von Wolfgang Schwabe

Berlin: Evangelische Haupt – Bibelgesellschaft o. J. (1958)

 
 altWortstimme:
Er, der euch von mir,.... als der Sohn Gottes verkündigt wurde,
er war ja auch niemals Ja und Nein zugleich. Er selbst ist in Person das große, ewige Ja Gottes.
In ihm hat Gott sein Ja gesprochen zu allem, was vormals verheißen war.
Und um seinetwillen klingt als Antwort in der ganzen Gemeinde
aus bewegtem Herzen das Amen, das dankbare Ja aus Menschenmund,
das diesem treuen Gott die Ehre gibt.
Und dieser Gott nimmt euch und uns miteinander fest auf seinen Weg.
Der Weg heißt Jesus Christus. In unserer Taufe hat Gott uns mit ihm,
seinem Gesalbten, unlösbar verbunden. Diese Gemeinschaft hat er besiegelt.
Als Angeld auf die verheißenen Güter seiner kommenden Herrlichkeit
gab er seinen heiligen Gottesgeist.
Von ihm allein lasse ich mich leiten, auch in all meinem Vorhaben und Planen.“
( 2. Korinther 1: 19-22)

 

In Fesseln froh. Der Brief des Apostels Paulus an die Philipper.
Bearbeitet von Wolfgang Schwabe.

Berlin: Evangelische Haupt – Bibelgesellschaft. o. J. (1956)

 

  altWortstimme:
„Das ist das Geheimnis seiner Herrlichkeit: Der Weg des Gehorsams,
den er zu Ende gegangen, den hat Gott vollendet in Herrlichkeit.
Unserm gekreuzigten Herrn hat er die Krone gegeben,
hat ihn erhöht zur Herrschermacht ohnegleichen.
Darum klingt nun sein großer Christusname durch alle Lande.
Der Name, vor dem auch auf Erden der Glanz der größten Herrschernamen verblasst.
Wo dieser hochgelobte Name erklingt, da müssen sich alle ihm beugen,
die seligen Geister der himmlischen Welt nicht anders als alles,
was noch auf Erden lebt und alles, was schon in den Gräbern unter der Erde ruht.
Selbst was ihm entgegenstrebt und was sich auf Erden jetzt noch
deiner Herrschaft entgegenstellt, wird schliesslich i h m die Ehre geben müssen,
wenn dereinst am Ende der Tage in mächtigem Chor alle Kreatur
in den brausenden Lobgesang seiner Christenheit einstimmt:
Herr ist Jesus! Herr ist der Christus,
durch den unser Gott und Vater in aller Welt sich ein Lob bereitet!
( Brief an die Philipper 2: 9-11)
 
 

Noch unterwegs. Die Briefe des Petrus. Der Brief des Judas.
Bearbeitet von Wolfgang Schwabe

Wie oben. o. J. (1958)

 

  altWortstimme:
 „Nun strahlt uns umso herrlicher in unumstößlicher Gewißheit
die Wahrheit der Worte alter Propheten auf, die seit der Väter Tagen
weissagend auf ihn hingewiesen haben.
Wie wolltet ihr an den heiligen Schriften zweifeln,

die wie der Fackel Schein hell lodernd durch das Dunkel der Zeiten strahlen?
Ihr Glanz wird nicht verlöschen, bis mit dem großen Tage, auf den wir warten,
das Morgenrot der neuen Schöpfung in euren Herzen flammend aufgeht.
Macht euch das klar: die frommen Schriften sind nicht der Willkür unterworfen,
mit der sich jeder selbst ihr Verständnis zurechtlegt!
Kein einziges Wort aus Prophetenmunde kommt zu uns aus der Willkür menschlicher Gedanken.
Den Anstoß gab dazu stets Gottes heiliger Geist.
Aus frommen Herzen haben die Gottesmänner vergangener Zeiten geredet und geschrieben,
wie sie mußten: so wie es ihnen Gott selbst anvertraut hatte."
  (2. Pet.1:19-21)

 

Zu den Heften:
In der Vorrede wird eine Heftfolge, die nach und nach die ganze Bibel umfassen soll, in Aussicht gestellt. Auf die Existenz der Vorkriegsausgaben wird –bemerkenswerterweise- mit keinem Wort verwiesen. Ganz ähnlich aber ist der ausgesprochene Wunsch des Herausgebers: „Nimm und lies dieses Heft und wage dich dann auch an die Lutherbibel!“ Das Format ist identisch mit den in Barmen und Neudietendorf erschienenen Heften. Für die Schriftart wurde Antiqua gewählt, auch sind Kapitel- und Verse gezählt. Der Text ist einspaltig und durchgehend gedruckt, jedoch in Sinnabschnitte unterteilt. Eine Nummerierung der neuen Hefte wurde (leider) nicht vorgenommen. Mehr als die gelisteten vier Hefte sind, das kann mit einiger Sicherheit behauptet werden, nicht erschienen.
An der Länge der Übertragung des „Vater unser“ aus dem Matthäus- Evangelium kann man den Sinn oder Unsinn eines solchen Unternehmens erahnen. Ohne die Heiligkeit des Inhalts herabzuwürdigen, hat Wolfgang Schwabe fast eine Seite geschrieben, um fünf (!) Verse in eigene Worte zu fassen.
 
Zur Person:
...................wüßte das BB gerne mehr!!.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

 

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