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Bernfeld PDF Drucken
Mittwoch, den 03. Dezember 2008 um 07:36 Uhr
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Bernfeld, Simon   (*Stanislau / Galizien 11. Tewet 5620 / 6. Jan. 1860  1940 Berlin)  Dr.

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Die Verlagsbuchhandlung S. Calvary & Sohn warb in einer Verlagsankündigung für die Bernfeldsche Ausgabe folgendermaßen:

" In unserem Verlage wird im Oktober, spätestens Angang November (1902) erscheinen:........ Eine neue, fließend übersetzte und modernen Ansprüchen genügende  Bibel für die deutsch redende Judenheit ist schon seit langem ein dringendes Bedürfnis....Der Judenheit und allen Bibel- Freunden wird mit der vorliegenden Bibel- Übersetzung eine seltene Gabe gegeben, von der wir hoffen, daß sie nach Verdienst gewürdigt werden wird. Eine herrliche Frucht in einer nicht minder herrlichen Schale, wie es im biblischem Stile heisst - denn auch für eine würdige Ausstattung wurde unsererseits gesorgt. Wir geben das Werk allen Gönnern und Freunden in der Hoffnung, durch dasselbe einem wirklich vielfach empfundenen Mangel in ausreichendster Weise abgeholfen zu haben."

 

►Die Heilige Schrift
Nach dem masoretischen Text neu übersetzt und erklärt nebst einer Einleitung 

  Berlin NW 7: S. Calvary & Sohn 1902                                                                                 
 

altWortstimme:
"Keiner gleicht Gott, Jeschurun!
Der, welcher auf dem Himmel und über den Wolken in seiner Erhabenheit thront, hilft dir.
Der ewige Gott, der die Grundvesten der Erde stützt, ist dein Schutz;
er vertreibt deine Feinde vor dir, er hat beschlossen, sie zu vertilgen.
Israel wohnt sicher, abgesondert der Quell Jakob, in einem Lande von Korn und Most,
dessen Himmel Thau träufelt.
Heil dir, Israel! Wer gleicht dir, du, mit Gott siegend,
er ist der Schild deines Heils, dein siegreiches Schwert."
(Deuter. 33: 26-29a)
 
 
 

Die Heilige Schrift
Ausgabe für Schule und Haus
Nach dem masoretischen Text neu übersetzt und erklärt, nebst einer Einleitung, einem Teil der Apokryphen
und einer vergleichenden Geschichtstabelle
Frankfurt a. M.: Verlag von J. Kauffmann
Zweite, neu durchgesehene Aufl. 1913 (in zwei Teilen)

altWortstimme zum 1. Teil:
"Im Anfang schuf Gott den Himmel und die Erde.
Die Erde war wüst und öde, Finsternis lag auf dem Abgrunde,
und ein göttlicher (mächtiger) Wind wehte über dem Wasser.
Da sprach Gott: Es werde Licht; und es ward Licht.
Gott sah das Licht, daß es gut war, und schied zwischen dem Licht
und der Finsternis.
Gott nannte das Licht Tag und die Finsternis Nacht.
Und es ward Abend und es ward Morgen — der erste Tag."
(Erste B. Moses 1: 1-3)
 
altWortstimme zum 2. Teil:
"Gebet von Mose, dem Manne Gottes.
Herr, eine Zuflucht bist du uns zu allen Zeiten gewesen.
  Bevor die Berge entstanden und Erde und Weltall hervorgebracht wurden;
  ja, von Ewigkeit zu Ewigkeit bist du Gott.
 Du führst den Menschen zu völliger Verzagtheit und sprichst:
 Kehrt zurück, Menschenkinder!
 Denn ein Jahrtausend ist in deinen Augen wie der gestrige Tag,
wenn er vorüber ist, wie eine Wache in der Nacht."
(90. Psalm 1- 4)
 
 
 

 

 

 
Die Heilige Schrift
Nach dem masoretischen Text neu übersetzt und erklärt nebst einer Einleitung 
Frankfurt a. M.: Verlag von J. Kauffmann (4. Aufl. 1927, 5. Aufl. 1929), 6. Auflage  1935

 
altWortstimme 
"Gebet von Mose, dem göttlichen Manne.
Herr, eine Zuflucht bist du uns in allen Geschlechtern gewesen.
Bevor die Berge entstanden und Erde und Weltall hervorgebracht wurden –
 denn von Ewigkeit zu Ewigkeit bist du Gott.
 Du führst den Menschen zu völliger Verzagtheit und sprichst:
 Kehret zurück, Menschenkinder!
 Denn ein Jahrtausend ist in deinen Augen wie der gestrige Tag,
            wenn er vorüber ist, und eine Wache in der Nacht."
            (90. Psalm 1-4)
 
 
Zu den Büchern: 
Im zweiseitigen undatierten Vorwort gibt Bernfeld eine Begründung für die Neuübersetzung. 26 Seiten Einleitung gehen dieser voran. Darin wird ausführlich über die Geschichte der (jüdischen) Bibelübersetzungen von Anfang an berichtet. Die >Mendelssohnssche Arbeit wird intensiv beleuchtet und als "epochemachend" bezeichnet. Demgegenüber kritisiert Bernfeld die >Zunz- Bibel mit folgenden harschen Worten: "...statt einer volkstümlichen und sinngemäßen deutschen Übersetzung  kam eine sklavisch wortgetreue, die weder deutsch, noch eine Übersetzung ist. Daß sie gegen die Mendelssohnsche Arbeit einen ungeheuren Rückschritt bedeutet, braucht wohl kaum hervorgehoben zu werden." - Die oben angeführten drei Auflagen sind identisch im Druck: Oktavbände mit zweispältigem Bibeltext in Fraktur. Der Kauffmann- Verlag hat den Steh- oder Photosatz von Calvary mehr oder weniger unverändert übernommen. Anmerkungen zum Text sind nur sehr spärlich vorhanden, Die Überschriften zu den Büchern sind auch in hebräisch gedruckt. Die zweibändige "Ausgabe für Schule und Haus" bringt nicht den vollständigen Text: Innerhalb des Fünfbuchs z.B. sind weniger interessante Texte (über repetitive Opfervorschriften etc.) weggelassen. Dafür sind Auzüge aus den Apokryphen beigegeben.
 
Zur Person:
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