►Das Neue Testament
verdeutscht
Stuttgart: Verlag von Max Kielmann (Holland & Josenhans) 1910
Wortstimme:
"Im Uranfange aller Dinge war das Wort, es war fest mit Gott verbunden,
ja selbst göttlichen Wesens. Uranfänglich war es bei Gott.
Alles ist durch sein Wirken geschaffen.
Es gibt nichts, das ihm nicht seinen Bestand verdankte.
In ihm war Leben, und das Leben war das Licht der Menschen.
Das Licht leuchtet in der Finsternis,
und die Finsternis konnte das Licht nicht aufhalten."
(Ev. Johannes 1)
Zur Person:
Böhmer war ab 1907 evangelischer Pfarrer in Haigerloch, danach ab 1912 in Büchenbeuren und zog 1914 als Freiwilliger in den Ersten Weltkrieg. Er fiel bereits in dessen zweitem Jahr.
Zum Werk:
Aus der Vorrede datiert Haigerloch/ Hohenzollern, 10. Nov. 1909: „Die Verdeutschung...ist eine genaue Übertragung... in das Deutsch unserer Tage. Sie will Jesus und die Apostel reden lassen, wie sie sprechen würden, wenn sie heute aufträten. Zugrunde lag die griechische Ausgabe von Eberhard Nestle. Die fertige Handschrift wurde verglichen mit den Werken von Weizsäcker, Stage, Wiese, Joh. Weiß und Wellhausen sowie ....Menge. Trotzdem ist diese Verdeutschung grundsätzlich von allen andern verschieden.“
In Groß-Oktav gebunden, ist der einspältige Bibeltext mit Überschriften versehen und in Sinnabschnitte unterteilt. Versangaben sind nur in den Überschriften vorhanden. Anmerkungen zum Text sind selten, Verweisstellen zum AT jedoch durchgängig eingefügt.