Ohne Ort (Heidelberg): vervielfältigtes Typoskript (Ohne Jahr) ca. 1965
►Taten der Apostel
[posthum veröffentlichte] Übersetzung
Heidelberg / Kurpfalz: © Edition Georgenberg 2008
Wortstimme:
Da öffnete Petrus den Mund und sprach:
„Jetzt erst geht mir die Wahrheit auf darüber, dass Gott nicht
die Person ansieht, sondern aus jedem Volk ist ihm der,
der ihn fürchtet und sich mit seinem Tun dem Geist verpflichtet fühlt,
willkommen. Er, der den Logos (das Weltenwort) zu den Söhnen Israels
gesandt hat als die Botschaft des Friedens durch den Christus Jesus -
er ist der Herr aller Menschen. Ihr habt von dem Wortwirken gehört,
das ausgehend von Galiläa durch ganz Judäa ging.
Es begann mit der Taufe, zu der Johannes rief; dann kam Jesus von Nazareth,
den Gott mit Geist und Kraft gesalbt hat (der „Christus"). Er zog hilfreich
durchs Land und heilte alle, die der Teufel in seine Macht gezwungen hatte,
denn Gott war mit ihm („Immanuel")."
(10: 34 ff)
Zum Buch:
Das Heft in DIN_A 5 Format mit farbiger Dürer- Illustration der vier Apostel auf den Umschlagseiten enthält eine Üs der Apostelgeschichte. Dem Bibeltext im Blocksatz ist ein Inhaltsverzeichnis vorangestellt. Ein Vor- oder Nachwort hat der Christengemeinschafts- Lenker Günther Fried nicht geschrieben, sodaß man über die Motive dieser Übertragung nichts erfährt. Der Text ist abschnittwese gegliedert; so sind Versangeben auch nur zu Anfang des Abschnitts gesetzt. Zwei Besonderheiten der Übersetzung seien angeführt: Im (alttestamentlichen) Joelzitat 2:17 "Und am Ende der Zeiten, spricht Jahwe.." ist nicht ο θεός, also Gott, übersetzt, sondern nach der Lesart des Codex D (Cantabrigiensis) das "κύριος" ins Tetragramm hebraisiert, so auch V. 21. In 5: 24 ist στρατηγός, üblicherweise "Hauptmann", mit dem kaum bekannten hebr. / aram. Ausdruch "Segan" übersetzt, wohingegen das deutsche Wort "Hohepriester" unverständlicherweise so stehen bleibt. Anmerkungen, Lesarten, Verweisstellen oder sonstige Beigaben sind nicht vorhanden.