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Montag, den 22. März 2010 um 11:12 Uhr
    Gaechter, Paul   (*1. März 1893 Goldach / St. Gallen † 15. März 1983 Innsbruck / Tirol) Pater Dozent S. J.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
Das Matthäus Evangelium
   Ein Kommentar (samt Übersetzung; Texte griech. / dt.)
   Innsbruck / Tirol: Tyrolia - Verlag 1964
 
Imprimaturen: Vindisbonae 1962 / Innsbruck 1963
 
Wortstimme:
Vater, unser Vater im Himmel!
Geheiligt werde dein Name,
Es komme deine Herrschaft,
Dein Wille geschehe,
   wie im Himmel, so auf Erden.
Das Brot für den kommenden Tag gib uns heute,
Und erlaß uns unsere Schulden,
   wie wir unsern Schuldnern Nachlaß gegeben haben,
Und laß nicht zu, daß wir auf die Versuchung eingehen,
   sondern bewahre uns vor dem Übel.
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Zusatz vieler Textfamilien: „Denn dein ist (die Herrschaft und)
                 die Macht und die Herrlichkeit zu allen Zeiten."
(Kap. 6: 9 - 13)
 
Zum Kommentar:
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Zur Person:
Paul Gaechter, Anfang 1893 im Kanton St. Gallen geboren, besuchte nach der Primarschule zunächst in St. Gallen, sodann bei den Benediktinern in Engelberg das Gymnasium. 1910 brach er seinen Schulbesuch ab, übersiedelte nach Innsbruck um Jesuit zu werden, was in der Schweiz nicht möglich war. 1915 maturierte er in Kalksburg und studierte 1915-1922 in Innsbruck Philosophie und Theologie. 1922 wurde er zum Priester geweiht. 1923 promovierte er zum Doktor der Theologie. Es folgten Studien am Bibelinstitut in Rom (1923-1926), das Tertiatsjahr in Irland und Seelsorgsarbeit in England (1926-1927) sowie weitere Bibelstudien in Palästina (1927-1928). 1929 habilitierte er sich an der theologischen Fakultät in Innsbruck für das Fach Neues Testament. Im Mai 1938 wurde er von der Fakultät als Nachfolger des Jesuiten Urban Holzmeister für die neutestamentliche Lehrkanzel vorgeschlagen. Die Besetzung scheiterte jedoch an Interventionen des damaligen Rektors Steinacker, der seine politische Haltung gegen die Nationalsozialisten missbilligte. Konkret wurde ihm vorgeworfen, er habe sich 1937 abfällig gegenüber Adolf Hitler geäußert und diesen als den „Henker Deutschlands“ bezeichnet. Die Fakultät zog darauf den Vorschlag zurück. Paul Gaechter legte seine Venia legendi zurück.
Nach der Auflösung der theologischen Fakultätdurch die Nationalsozialisten mußte
Gaechter im September 1938 das Land verlassen. In der Folge lehrte er bis 1940 Exegese in Indien und auf Ceylon. Weitere Lehrtätigkeiten übte er von 1940-1945 in China aus. 1946 kehrte Gaechter  nach Innsbruck zurück und wurde als Ordinarius für Neues Testament an der theologischen Fakultät der Universität bestellt. Diese Tätigkeit übte er bis 1963 aus. – Gaechter war in Kreisen der Studierenden beliebt, galt aber als strenger Wissenschaftler und konservativer Exeget. Im Frühjahr 1983 verstarb Paul Gaechter in Innsbruck.

(Quelle: Universität Innsbruch/ www.uibk.ac.at, mit geringfügigen Änderungen)

 
 
 
 
 
 

 

 

 

 

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