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  Jonat, Friedrich Karl   (* Neustadt / Westpreußen 1902 + 1955 Friedland / Mecklenburg)
  Die Heiligen Bücher des Alten Bundes
In deutscher Übersetzung und mit Anmerkungen
Braunschweig, 1934
Erster Band:
Die historischen Bücher
- enthält: Das Gesetz, Jehoschua, Helden-Richter, Ruth, Samuel, Könige
              Tagesgeschichten (von Adam bis Kurusch), Ezra-Nehemia, Esther

Zweiter Band:
Die rhetorischen Bücher
- enthält:
Die ältere Obadjahu, Amos, Hosea, Der ältere Zacharjahu, Der ältere Jesajahu, Michja, Nachum, Jirmejahu, Joel, Chabackuk, Zephanjahu, Der jüngere Zacharjahu, Der jüngere Obadjahu, Jechezkel, Der jüngere Jesajahu, Chaggaj, Der jüngste Zacharjahu, Maleachja)

Die didaktischen Bücher
- enthält: Jona, Daniel

Die poetischen Bücher
- enthält:
Lobgesänge, Sprüche praktische Lebensweisheit von und für Salomo, Das Jjjob-Gedicht,Elegien auf das zertrümmerte Jerusalem, Liederperle, Der Prediger (Gemeindesprecher)

Wortstimme
Ein Gebet Moses, des Sklaven der Gottheit. Allherr, du, du warst eine Zuflucht für uns in Geschlecht auf Geschlecht! Ehe Berge geboren waren und du mit Dasein beschenktest die Erde, besonders den bewohnten Erdkreis und sogar von Ewigkeit wie auch bis in Ewigkeit, warst du, Gott! (Lobgesang 90)

 

Zur Person :
Friedrich Karl, aus evangelischem Haus in Neustadt, Provinz Westpreußen, nahe Danzig, geboren, erhielt 1919 eine missionarische Ausbildung bei der Gossnerschen Missionsgesellschaft in Berlin. Er war dann aber Vikar im Pfarrdienst in Wensau,  Bezirk Bromberg. Nach Beendigung seiner theologischen Ausbildung in Posen wurde er 1928 ordiniert. Von 1934 bis 1945 war er Pfarrer in Tremessen bei Gnesen, Bezirk Posen. Nach der Flucht in den Westen lebte die Familie in Wittstock/Dosse. Ab 1948 bekleidete er die Pastorenstelle an der St. Marienkirche im mecklenburgischen Friedland. Dazu war er von der unierten evangelischen Kirche zur Evangelisch-Lutherischen gewechselt. In Friedland ist er auch begraben.

Durch seine Korrespondenz mit dem emerierten Hochschullehrer Prof. Dr. Eduard König wurde er zum Sprach- und Quellenstudium der hebräischen Bibel angeregt. Bei jüdischen Geschäftsbesitzern seiner alten Heimat hatte er seine hebräischen Sprachkenntnisse vervollkommnet. (aus der Biographie von Prof. F. Krause, Neustrelitz: 2005)

Zum Werk:
Jonats AT ist Prof. Eduard König, seinem Lehrer, nicht nur gewidmet, sondern Königs Exegese und sprachliche Kenntnis wird in den Fußnoten durchgängig herangezogen. Das führt zur Annahme, dass Königs Kompetenz führend hinter Jonats Werk steht. Das brachte ihm sowohl Anerkennung als auch Kritik ein. Beispielhaft seien hier zitiert: Jonat wird als "ein leidenschaftlicher Übersetzungskünstler" gepriesen, was das Werk "so fabelhaft lebendig und zeitgemäß (macht)". So ein Zitat einer Rezension aus o.g. Kurzbiographie.

In einer anderen Buchbesprechung von 1936 liest man: "Es bedeutet schon etwas Großes, und es gehört darum viel Mut dazu, wenn man sich daran macht, das Alte Testament ins Deutsche zu übersetzen...Der Wortsinn der hebräischen Sprache ist mit unbedingter Genauigkeit wiedergegeben. Darin liegt die Stärke des Buches. Aber auch die einzige...Nein, das Buch Jonats ist keine Sprache, sondern eine unsagbar gequälte "Schreibe"...Gesamturteil...schade, daß soviel Kraft und Mühe in ein verunglücktes, ja von vorneherein unmögliches Werk gesteckt wurde." (Hermann Kappner im "Quatember".)  Jonat übersetzt das Tetragramm mit "der Ewige", was manche Leser dazu verleiten mag zu vermuten, es handele sich um eine jüdische Übersetzung.

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 05. November 2009 um 07:47 Uhr
 

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