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►Der Hebräerbrief
(übertragen) und herausgegeben.
Zürich / Schweiz: Rascher Verlag MCMXLVIII / © 1948.
Reihe: Europäische Bibliothek
Wortstimme:
Von alters her hat GOTT durch die Zeiten hindurch
in der verschiendenartigsten Weise und auch
nach den verschiedenen Richtungen hin in den Propheten
zu unseren Vätern geredet,
jetzt aber in den letztvergangenen Tagen, hat ER
z u u n s geredet und zwar in e i n e m Menschen,
der wirklich Sein S O H N ist.
Diesen e i n e n Menschen läßt ER vorbildlich
für alle Menschen vollkommen an Seiner ganzen
HERRLICHKEIT teilnehmen
und macht durch IHN die Äonen!
Dieser S O H N ist die A u s s t r a h l u n g S e i n e r
H E R R L I C H K E I T und das in den Stoff hineingeprägte
l e b e n d i g e A b b i l d G O T T e s !
Durch die ausdrückliche Kraft Seines Worte lebt alles;
durch sie wird auch das menschlich- unreine Wesen
von aller Unreinheit gereinigt, die die Sünde mit sich bringt!
A l l g e g e n w ä r t i g w i r k t E R j e t z t a u s g ö t t l i c h
v o l k o m m e n e r M A C H T h e r a u s
d e n W i l l e n G O T T e s i n s A L L h i n e i n !
In dieser MACHT überragt ER alle Boten GOTTes und — das ist wahr! —
gerade um soviel, als IHM von GOTT
ein sie alle überragender N a m e zuerteilt worden ist!
(Kap. 1: 1 - 4)
Zum Buch:
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►Die Psalmen
in geistiger Übertragung
Wüstenrot - Weihenbronn/ Württ.: Herausgegeben von der Christlich - überkonfessionellen
Bruder - und Schwesternschaft von Weihenbronn. o. J. (1963 / 64)
Wortstimme:
Unser VATER, der Du in den Himmeln bist!
Durch Zeitalter und Geschlechter hindurch
sucht alles nur Dich, den einzigen, wahren GOTT!
Ehe sich die Gebirge türmten, noch ehe die Erde
in den Sphären kreiste,
noch ehe sich das Geschlecht der Menschen regte,
da warst Du, o GOTT!
Wie Du heute bist, so warst Du da
und wirst sein bis in die Äonen der Äonen!
Deinem heiligen Gesetze zufolge lebt der Mensch im Fleische,
die Erde gabst Du ihm als Freistatt seines Willens!
Du bist es, der ihn wieder zurückruft ins körperlose Sein!
Jahrtausende sind vor dir wie Augenblicke,
in ewig unbegrenzter Ruhe lebst Du zeitlos dahin
in heiligerhabener MACHT!
(Ps. 90: 1 - 4)
Zum Buch:
Das Vorwort zu diesem seltenen Psalmenbuch schrieb einige Jahre nach dem Tod des Schriftstellers und Künstlers Karl Ernst Lange der Herausgeber  Prof. Dr. D. Friedrich Heiler (* München 30. Jan. 1892
† 18. April 1967 München), Marburg, im September 1963. (wird fortgesetzt)..............................
Zur Person:
Über seinen Werdegang ist wenig bekannt. Er soll zunächst in Ostdeutschland als Lehrer tätig gewesen sein. Er hatte große künstlerische Talente als Maler und Grafiker . Seine Bilder blieben gegenständlich mit expressionistischen und auch impressionistischen Gestaltungen in Komposition und Farbe. Nach seiner Suspendierung als Lehrer durch die Nazis arbeitete er als freischaffender Künstler und vermutlich auch als Dozent einer privaten Kunsthochschule in Dresden oder Leipzig.
Karl Ernst Lange hatte ein umfangreiches Wissen über die Schriften der Weltreligionen, sah sich aber als Christ. Er hatte schon in den 20er Jahren Kontakt zu Exponenten östlicher Kultur. Von Rabindranath Tagore fertigte er 1926 ausdrucksvolle Rötelzeichnungen, sicherlich in dessen persönlicher Gegenwart. Wohl auch in den 20er-Jahren begegnete er Hossein Kazemzadeh Iranschär, einem iranischen Mystiker und Religionsphilosophen, der eine bedeutende Übersetzung und Kommentierung der Zend Avesta des Zarathustra verfasste.
1930 gründete er in Freiberg in Sachsen eine Vereinigung der „Freunde der geistigen Wiedergeburt“ und gab auch eine periodische Zeitschrift gleichen Namens heraus; diese wurde nach der Machtergreifung durch die Nazis verboten. Danach begründete er in Reichenberg in Sachsen eine Begegnungsstätte „Haus Hochland“. Nach dem Krieg ging KEL in den Westen gemeinsam mit einigen seiner Getreuen aus der Zeit in Freiberg und Reichenberg.
Inzwischen hatte Iranschär in der Schweiz eine esoterische Schule „ zur Lehre von der harmonischen Entwicklung und Zusammenarbeit von Geist , Seele und Körper“ gegründet, und zwar in Dagersheim bei St. Gallen. Von dort aus erteilte er KEL den Auftrag und die Vollmacht, in Deutschland eine ähnliche Schule auf der Grundlage von Iranschärs Unterweisungen und Lehrplänen zu begründen.
Karl Ernst Lange suchte mit einigen Schwierigkeiten einen vergleichbaren Ort für dieses Vorhaben und fand schließlich in Wüstenrot-Weihenbronn ein verwaistes gewerblich genutztes Gelände, das er 1952 erwarb und ausbaute.
Er gründete dort die „Christlich-Überkonfessionelle Bruder- und Schwesternschaft vom Heim der Liebe“; dieser Name steht auch für das geistige Programm. Der Verein war klösterlich geprägt. KEL nannte sich „Vater Lange“, seine – wie man heute sagen würde – Lebenspartnerin, Frau Johanna Wagner war „Mutter Wagner“, die übrigen Mitglieder nannten sich „Brüder“ bzw. „Schwestern“ (wobei es sich wohl ausschließlich um Schwestern handelte).
KEL hielt häufig und regelmäßig Predigten, wobei er emphatisch und gebärdenreich sprach. Meist setzte er einen Bibelspruch an den Eingang seiner Ansprache, um dann darüber frei und ohne Vorlage zu sprechen; wie gesagt, inhaltlich von der christlichen Wahrheit kommend, die Nähe der anderen Weltreligionen und deren Wahrheit verbindend.
Es wurde auch eine periodische Schrift herausgegeben, die selbst verlegt und gedruckt wurde und von den Schwestern auf den Marktplätzen von Orten, etwa im Umkreis von 50 km, gegen geringes Entgelt verkauft wurden. (Bedürfnislosigkeit gehörte zu den Ordensregeln, denen sich auch KEL unterwarf – am Ende seines Lebens war sein Verein nahezu illiquide).
KEL verstand es immer wieder, Besucher als Gäste seiner Predigten, Andachten und Gottesdienste nach Weihenbronn zu holen; darunter auch Vertreter anderer Religionsgemeinschaften, die dann dort ebenfalls referierten.
Als er starb, hatte seine eigentliche Idee keinen adäquaten Führer mehr, vor allem nicht sein Ordensprinzip. Trotzdem gelang es, den Verein mit seinem christlich-universellen und auf Völker und Religionen verbindenden Grundgedanken bis heute weiter zu führen. Von den Gründungsmitgliedern lebt keine(r) mehr.
(Diese ausführliche Vita verdanke ich Herrn Ulrich Preisler)
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