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Mittwoch, den 03. Dezember 2008 um 05:44 Uhr
 
Molin, Georg Karl Gottfried (*Meran/ Südtirol 23. Okt. 1908 † 7. Sept. 2003 Graz/ Steiermark)
                                                               Pfarrer DDr.phil. Univ.-Doz. tit. ao. Univ.-Prof.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 "Aus der Bibliothek..."
  mit Schriftzitat aus
 Sprüche 1:7
 "Ehrfurcht (vor) JHWH
  ist Anfang der Erkenntnis"

 

 

 

 

 

 

 

 ►Die Psalmen
   Deutsch von Georg Molin
Graz: im Eigenverlag des Instituts für ökumenische Theologie und Patrologie an der Universität Graz 1986

Reihe: Grazer Theologische Studien Band 11. Herausgegeben von Johannes B. Bauer

Wortstimme:
Ein Lied Asaphs.
Es spricht der Herr, der Götter Gott ruft der Erde zu
    vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang.
Vom Zion, der Krone der Schönheit, geht Gott strahlend auf,
    unser Gott kommt und schweigt nicht.
Verzehrendes Feuer geht vor Ihm her,
    rings um Ihn her stürmt es gewaltig.
Dem Himmel ruft Er oben zu,
    der Erde, Sein Volk will Er richten.
"Versammelt mir Meine Frommen,
    die den Bund mit Mir schlossen über dem Opfer."
Die Himmel künden Seine Gerechtigkeit,
Gott, Er selbst, ist der Richter.               Akkord
"Höre Mein Volk, Ich will reden,
    Israel, gegen dich zeug' Ich
(Ich Gott, der Ich dein Gott bin).
_______________________________________________
50,6 conj. nach G.
Psalm 50: 1- 7

Zum Buch:
Aus dem Vorwort von Johannes B. Bauer
“Die vorliegende Psalmenübersetzung wurde begonnen für eine Neufassung des Stundenbuches der Michaelsbruderschaft. Während man bald für dieses Stundenbuch die Lutherfassung von 1964 wählte, vollendete Molin dennoch seine Arbeit. Als Grundlage für die Übersetzung diente der von H. Bardtke erstellte Text. .... Herangezogen wurden auch die deutschen Übertragungen von Luther (1964), Menge, Buber und die Einheitsübersetzung.“
Das kartonierte Buch in 8°- Format hat 150 Seiten und schreibt die Pss versweise; Konjekturen sind angezeigt, wie auch aus der WS ersichtlich. Weitere Anmerkungen sind nicht vorhanden.

Georg Molin übersetzte außerdem (außerkanonisch):

Lob Gottes aus der Wüste.
Lieder und Gebete aus den Handschriften vom Toten Meer
Freiburg i. Br. / München: Verlag Karl Alber 1957
 

Erweiterte Neuausgabe:
Das Geheimnis von Qumran.
Wiederentdeckte Lieder und Gebete.
Herausgegeben von Otto Betz und
Rainer Riesner
Freiburg i.Br.:  Verlag Herder 1994
 
Zur Person:
Georg Karl Gottfried Molin wurde im Herbst 1908 in Meran, damals Österreich-Ungarn, geboren. Er war von Geburt an evangelischer Konfession A.B. Sein Vater Johann Molin war Oberkirchenrat.
               
Er studierte an der Universität Wien, schloss seine Studien im Jahre 1931 mit der Lehramtsprüfung für Gymnasien und dem Dr. phil. (Anglistik und Germanistik) und 1939 mit dem Dr. theol. ab, war im Pfarrdienst der Evangelischen Landeskirche in Wien (22. Wiener Bezirk, Groß- Enzersdorf) während der Jahre 1935-1952 und als Gymnasialprofessor 1935-1938 und 1947-1952 in Wien tätig. Während der Jahre 1938 – 1945 war er Heeresseelsorger, gehörte der NSDAP als Mitglied an, verbrachte die Jahre 1945 – 1946 in amerikanischer Kriegsgefangenschaft. Im Jahre 1953 habilitierte er sich für Westsemitische Sprachen an der Philosophischen Fakultät der Universität Graz, war halbtätig beschäftigte „wissenschaftliche Hilfskraft“, ab 1956 halbtätig beschäftigter Assistent  am Institut für Bibelwissenschaften der Katholisch-Theologischen Fakultät  der Universität Graz. Im Jahre 1966 wurde ihm der Titel eines außerordentlichen Universitätsprofessors verliehen. 
                Bis 1979 war er Lehrbeauftragter am Institut für Alte Geschichte und Altertumskunde der Universität Graz.
Neben all diesen Funktionen im akademischen Bereich war er ab 1954 wiederum als Gymnasialprofessor in der Steiermark beschäftigt. Er engagierte sich für den christlich- jüdischen Dialog. Bis zu seiner Emeritierung unterrichtete er in Graz die Fächer Englisch und Religion. Auch im Alter arbeitete er an der Karl- Franzens-Universität Graz wissenschaftlich weiter. Sein Grab befindet sich auf dem evangelischen Friedhof Neuhart in Graz- Wetzelsdorf.
                 
(Quelle: Info von A. Kernbauer, Archiv KFU Graz, mit Ergänzungen.)
 

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