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Mayer, Alois (*Zech / Bodensee 20. Juni 1887 † 15. Okt. 1975 Gutenberg / Schwaben) Pfarrer, geistl. Rat
►PSALMORUM LIBER PRIMUS (1- 41)
Editio interlinearis polyglotta 4 linguarum
Polyglotte Psalmtext = Darbietung
Cura et opibus Aloisii Mayer parochi Gutenbergensis elaboratus et impressus
Stuttgart: Editio "Katholisches Bibelwerk Stuttgart" Anno Domini 1960
Imprimatur: Rottenburg 1960
Textangaben: 1.) Zeile: hebräischer Masoretentext. 2.) Zeile: Septuaginta von Rahlfs.
3.) Zeile: lateinisch aus der Neuen Vaticanischen von 1945 (sog. Pianum)
4.) Zeile: lateinisch von Rembold (1933). 5.) lateinisch von Zorell (1939).
5.) Zeile: deutsch von Buber - Rosenzweig. 6.) deutsch von Loch - Reischl.
7.) Zeile: deutsch von Schenk (1951).
Wortstimme:
Die Himmel erzählen die Herrlichkeit Gottes, und seiner Hände Werk
verkündet das Firmament. Es raunt ein Tag dem andern diese Botschaft zu
und eine Nacht macht es der andern kund.
Nicht ist ein Wort, nicht gibt es Reden, wovon man keinen Laut vernähme:
In alle Welt geht hin ihr Klang, bis an der Erde Grenzen ihre Sprüche.
Dort hat der Sonne Er ihr Zelt gesetzt; sie tritt hervor, gleich einem Bräutigam
aus seinem Brautgemach und jubelt wie ein Held, zu laufen ihre Bahn.
Vom Himmels -ende nimmt sie ihren Ausgang,
zieht ihren Kreis bis an des Himmels Ende, nichts kann sich ihrer Glut entziehn.
Des Herrn Gesetz ist ganz vollendet, belebt die Seele,
des Herrn Gebot ist fest, belehrt den Ungelehrten.
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Ps. 18 (Hbr.19) von Schenk; Üs des Gottesnamens: Herr
Zum Buch:
Zu den sehr spärlichen Angaben zur Übersetzung sei bemerkt, daß es nottut, diese genauer aufzuschlüsseln.
1.) Die vokalisierte Hebraica wird als Masoretischer Text bezeichnet. Ausgabe ist wohl die BHS von Rudolf Kittel, Stuttgart 1935
2.) Die Septuaginta- Ausgabe ist die allgemein bekannte von Alfred Rahlfs (Hrsg.): Septuaginta, id est Vetus Testamentum Graece iuxta LXX interpretes; (= das ist das Alte Testament gemäß der Septuaginta übersetzt) Stuttgart 1935.
3.) Die Neue Vaticanische ist der 1945 von Papst Pius XII. in Auftrag gegebene Psalmtext, "Pianum" genannt.
4.) Die Lateinische von P. Albert Rembold, S. J.: Der Davidpsalter des Römischen Breviers, lateinisch und deutsch.
Auf Grund der ältesten Befunde des biblischen Textes und im Einklang mit den Besserungsvorschlägen katholischer Exegeten weitmöglichst wiederhergestellt. Paderborn: Ferdinand Schöningh / Verlag 1933 (hier im BB beschrieben)
5.) Die Lateinische von Franz Zorell: Psalterium ex hebraeo latinum. Romae: Pontificii Inst. Biblici. 2. ed. revisa 1939
6.) Die Verdeutschung von Martin Buber & Franz Rosenzweig: Das Buch der Preisungen (Die Schrift Bd. XIV), Berlin 1935
7.) Die Übersetzung von Valentin Loch & Wilhelm Reischl: Die heiligen Schriften des Alten Testamentes; nach der Vulgata mit steter Vergleichung des Grundtextes übersetzt und erläutert. 1. Bd. Regensburg , 1851 / 1914.
8.) Die Übertragung von Dr. Johann Schenk: Wochenpsalterium des römischen Stundengebetes. Lateinisch -Deutsch. Herausgegeben. Regensburg: Friedrich Pustet 1951
Das gebundene Buch ist in Duo bzw. Sedez- Format quer hergestellt und umfasst 510 Seiten. Im Gegensatz zum zweiten Band ist dieser erste vom KBw professionell hergestellt. Der (damalige) Direktor i. R. des KBw, Wilhelm Th. Auer, schrieb knapp zwei Seiten "AN DIE LESER"; datiert Stuttgart, 15. Februar 1960; darin empfielt er das Werk des „bibelbeflissenen Landpfarrers" allen Interessierten als (Zitat:) "kaum überbietbare Vergleichsmöglichkeit der Psalmentexte und damit eine Vertiefung in ihren Sinn". Diese Anrede ergeht auch an die Leser der lateinischen Sprache. Alois Mayer selbst verfasste in seiner Eigenschaft als Pfarrer von Gutenberg am 15. Februar 1960 ein gut zweiseitiges Nachwort. Man erfährt, daß die Vorarbeiten zu diesem außergewöhnlichen Werk bereits ins Jahr 1941 zurückreichen. Leider tragen diese Zeilen eher wenig zum Verständnis bei, etwa darüber, warum der Landpfarrer diese Übersetzer in die Auswahl nahm und andere verwarf. Auch genauere Angaben, etwa bibliographische Notizen über die verwendeten Quellen sucht man vergeblich. Interessant wäre auch zu wissen, warum das KBw die Herausgabe des zweiten Bandes nicht verfolgte; jener unten beschriebene Band läßt, was die Druckqualität betrifft, eher zu wünschen übrig. Das tut jedoch dieser ersten Ausgabe keinen Abbruch. In neuester Zeit haben nur Johannes Ahlmeyer ,"Psalmodien" und Rita Maria Steurer, "Interlinearübersetzung AT" Ähnliches herausgegeben.
►PSALMORUM LIBER SECUNDUS (42- 150)
Editio interlinearis polyglotta 4 linguarum
Polyglotte Psalmtext = Darbietung
Cura et opibus Aloisii Mayer parochi Gutenbergensis elaboratus et impressus
(Hebräisch nach Kittel, Rud. - Septuaginta nach Swete, H. B. - Vulgata nach Arndt, A. / Rembold, A. - Deutsch nach Mayer, A.?)
Gutenberg / Schwaben: (Im Selbstverlag) Anno Domini 1973
Wortstimme:
Z.1 Psalm dem Asaph Gott Götter Herr ist und ruft die Erde
b spricht / gesprochen hat
Z.2 von Aufgang Sonne Aufgang u. bis zu Untergang aus Berg Sion
b
Z.3 Gefällig- der Schönheit Gipfel sein der Gott leuchtet
b die Vollkommenheit offenbar
Z.4 kommt der Gott unser und nicht schweigt Feuer vor Angesicht
b
Z.5 sein verzehrend brennt und in Umkreis sein Sturm sehr wütet
b auflodert
Z.6 dann hervorruft den Himmel droben und die Erde zu richten
b
Z.7 das Volk sein versammelt mir ihm die heilig sein meine
b fromm
Z.8 die in Ordnung bringen mit den Bund sein über Opfer
b festsetzen mir zwischen
Z.9 und verkünden die Himmel die Gerechtigkeit seine
b
Z.10 weil Gott Richter ist hervortritt er. Sela
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Ps. 49 (50)
Anm:
Die Zeilenziffern sind von mir gesetzt. Mayer setzt in die Zwischenzeilen eine Alternativübersetzung, die sich aus den divergierenden griechischen bzw. lateinischen Texten ergibt, was eigentlich schier unmöglich ist. Wenn man die Hebraica und die LXX (samt der Vulgata) durch einen deutschen Text repräsentiert, der sich noch flüssig lesen läßt, kommt man nicht nur an die Grenze der Darstellbarkeit, sondern auch an das Limit der Verständlichkeit (wie die WS zeigt).
Das Buch in DIN_A 4 ist betreffs des hebräischen Textes handgeschrieben. Dieser ist in Form der Masorah (vokalisiert) in die oberste von 5 bzw. 6 Zeilen gesetzt. Darunter folgen mit Schreibmaschine die 2.) Septuaginta, die 3.) Vulgata nach Augustin Arndt , 4.) die nach Albert Rembold sowie 5.) eine wörtliche Üs ins Deutsche samt 6.) Alternativtext. Wer diesen anfertigte, ist nicht gesagt. Anzunehmen ist, daß Alois Mayer selbst Hand angelegt hat. Völlig unverständlich ist, warum unser Autor die Hebraica gegen die Zeile -also von links nach rechts - geschrieben hat. Der Text korrespondiert dann zwar in der Wortfolge mit der LXX und der Vulgata, läßt sich aber so nicht mehr lesen. Wie das aussieht, sei an den ersten sieben Zeilen des 89. (90.) Psalms illustriert:
Wortstimme:
1) אדני האלהים איש למשה תפלה
2) Προσευχη του μωυση ανθρωπου του θεου Κυριε κα
3) Oratio Mosi hominis Dei Domine re-
4) Domine, tu re
5) Gebet des Moses Mensch des Gott Herr, du Zu-
6) --
ודר בדר לנו היית אתה מעון
ταφυγη εγενηθης ημιν εν γενεα και γενεα
fugium factus est nobis: a generatione in generationem.
fugium es nobis id eras per omnes " generationes
flucht geworden uns das wurdest in alle Geschlecht und in Geschlecht.
bist warst durch
ארץ ותחולל ילדו הרים בטרם
προ του ορη γενηθηναι και πλασθηναι την γην
Priusquam montes fierent, aut formaretur terra et
Priusquam montes nascerentur, et parturietur terra et
bevor dem Berge wurden und oder geformt geboren w. die Erde und
geboren w.
אל אתה עולם עד ומעולם ותבל
και την οικουμενην και απο του αιωνος εως του αιωνος συ ει μη
orbis a saeculo et usque in saeculum tu es Deus. Ne
orbis , a saeculo usque in saeculum tu es Deus. Tu
den Erdkreis und von der Ewigkeit und bis in die Ewigkeit du bist Gott du
der nicht
שובו ותאמר דכא עד אנוש תשב
αποστρεψης ανθρωπον εις ταπεινωσιν και ειπας επιστρεψατε
avertas facis hominem in humilitatem: et dixisti: Convertimini
reverti facis homines in pulverem, et dicis: 'Revertimini,
abwendest machst Menschen in Erniedrigung Staub und sagst: wiederkehrt
zurückkehren
בעיניך שנים אלף כי אדם בני
υιοι ανθρωπων οτι χιλια ετη εν οφθαλμοις σου ως η
filii hominum. Quoniam mille anni ante oculos tuo, tamquam
filii Adam!' Dum mille anni sunt ante oculos tuos sicut
Söhne Menschen Adam weil tausend sind in Augen dein wie der
während Jahre vor
בלילה ואשמורה יבעו כי אתמול ביום
ημερα η εχθες ητις διηλθεν και φυλακη εν νυκτι
dies hesterna, quae praeteriit, Et custodia in nocte.
dies hesternus, quando praeteriit, imo sicut vigilia nocturna.
Tag der gestrige der wann vorübergeht und ja wie Wache in Nacht.
nächtlich.
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Psalm 89 (90) [Die Masora ist hier mangels eines passenden Schreibprogramms unpunktiert wiedergegeben]
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