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Dienstag, den 16. Juni 2009 um 18:38 Uhr
 
Naumann, Paul   (*Mannheim 1913 .....................) Pfarrer, Dekan, Dr. theol.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
►Targum — Brücke zwischen den Testamenten I
Targum - Synopse ausgewählter Texte aus den palästinensischen Pentateuch - Targumen
Konstanz: Christliche Verlagsanstalt 1991
 
Reihe: Bibel • Kirche • Gemeinde, Band 34
 
 

Wortstimmen:
"Mit Weisheit schuf <und> vollendete <das Wort> Jahwes                                                                           von Anfang an den Himmel und die Erde.                                                           
Und die Erde war wüst und öde,                                                                       
ohne Menschen und Tiere, leer                                                                          

von jedem Anbau von Gewächsen und Bäumen.                                                
Die Finsternis war ausgebreitet                                                                        

über der Oberfläche des Abgrundes,                                                                    
und ein Geist der Liebe von Jahwe                                                                      
wehte über der Oberfläche der Wasser.
Und das Wort Jahwes sprach: „Es werde Licht!"                                                   
Und es wurde Licht nach dem Beschluß seines Wortes.                                         
Und es wurde vor Jahwe kund, daß das Licht gut war,                                           
und das Wort Jahwes trennte das Licht von der Finsternis.                                     
Und das Wort Jahwes nannte das Licht „Tag",                                                       

und die Finsternis nannte er „Nacht".                                                                   
Und es wurde Abend, und es wurde Morgen:                                                        
(nach) der Ordnung des Schöpfungswerkes ein erster Tag."                                
(Gen 1, 1- 5  T CN) {=Targum Neofiti}   
 
Am Anfang schuf Gott den Himmel und die Erde.
Und die Erde war wüst und öde, ohne Menschen und leer
von allen Tieren. Die Finsternis (lag) über der Oberfläche
Des Abgrundes und ein Geist der Liebe wehte
von Gott über der Oberfläche der Wasser.
Und Gott sprach: „Es werde Licht, um die Welt hell zu machen!“
Und sogleich gab es das Licht.
Und Gott sah, dass das Licht gut war,
und Gott trennte das Licht von der Finsternis.
Und Gott nannte das Licht „Tag“, und er machte es,
damit die Bewohner der Welt an ihm arbeiten (könnten),
und die Finsternis nannte er „Nacht“, und er machte sie,
damit die Geschöpfe in ihr ruhen (könnten),
und es wurde Abend, und es war Morgen: ein Tag.

Gen 1: 1- 5 (T J I) {=Targum Jonathan I}    

 
 
"Mit Weisheit schuf und vollendete Jahwe                                 
(Randglosse: „von Anfang an") den Himmel und die Erde.                                                           
Und die Erde war wüst und öde,                                                                       
ohne Menschen und Tiere und leer                                                                           

von allem Werk.                                                 
Die Finsternis war
über der Oberfläche                                                             
des Abgrundes ausgebreitet                                                                  
und ein Geist der Liebe                                                                     
wehte von Jahwe über der Oberfläche der Wasser.
Und das Wort Jahwes sprach: „Es werde Licht!"                                                  
Und es wurde Licht durch sein Wort.                                        
Und es wurde vor Jahwe kund, daß das Licht gut war,                                         
und das Wort Jahwes trennte das Licht von der Finsternis.                                   
Und das Wort Jahwes nannte das Licht „Tag",                                                      

und die Finsternis nannte er „Nacht".                                                                 
Und es wurde Abend, und es wurde Morgen, und es war                                                       
(nach) der Ordnung des Schöpfungswerkes der erste Tag."                                 
(Gen 1, 1- 5  T JII) {=Targum Jonathan II}
 
                                                       
Zum Buch:
Targume sind Übersetzungen aus dem Hebräischen, der Sprache, in der das Alte Testament verfaßt ist, ins Aramäische, die Umgangssprache, die auch Jesus gesprochen hat. Sie sind also nach dem Alten Testament entstanden, aber vor der Niederschrift des Neuen testaments, stehen folglich „zwischen" ihnen und bilden so eine Brücke zwischen beiden Testamenten. der Autor, Theologe und Orientalist, legt eine Auswahl von Targumim vor, die damit zum ersten Mal in Deutsch vorliegen. Dabei sind nahezu ausschliesslich bekannte Stücke aus den Büchern Mose berücksichtigt....Eine fachkundige Einführung sowie kurze Erläuterungen zu den
 
 
 
Targum — Brücke zwischen den Testamenten
Zweiter Band
Targum - Synopse ausgewählter Texte aus den palästinensischen Pentateuch - Targumen
Karlsruhe: epb Evangelischer Presseverband für Baden e. V. 1997. 1. Auflage
 
Wortstimme:
"Keiner ist wie der Gott Israels,
 der die Herrlichkeit seiner Offenbarungsgegenwart
im Himmel wohnen ließ und seine Hoheit in den Wolken.
Die Wohnstätte der Offenbarungsgegenwart der Herrlichkeit Gottes
(war es) von Anfang an, und von seinem mächtigen Arm
werden sie Stämme der Israeliten geleitet. Er ist es,
der eure Feinde vor euch vertreiben wird und durch sein Wort
geboten hat, sie zu vernichten.
Und nur allein Israel wohnte in Sicherheit,
gemäß dem Segen, mit dem ihr Vater Jakob sie geseget hatte,
in einem Land, das Getreide und Wein hervorbringt.
Dazu wird der Himmel, der über ihnen ist,
Tau und Regen auf sie herabkommen lassen.
Wohl euch, Israel! Wer ist euch gleich!
Ein Volk, dessen Erlöser nahe ist vor Jahwe,
dem Schild eurer Hilfe und dem Schirm eurer Heerscharen
 und der Festigkeit¹ eurer Waffen und der Stärke
der Erhabenheit² eurer Hoffnungen."
_______________________________________________
¹wesedir („und die Reihe") lese ich mit T JII wescherir  („Festigkeit")
²So nach TM; in T CN Textverderbnis
(Dtn 33, 26 - 29)
 
Zum Buch:
 
Zur Person:
....ist aus dem Klappentext zu entnehmen: 1913 in Mannheim geboren; 1933 - 37 Studium der Theologie und Orientalistik in Heidelberg und Greifswald. 1941 Promotion zum Dr. theol. in Heidelberg. 1939 - 46 Religionslehrer in Konstanz. 1946 - 53 Pfarrer in Ladenburg a. N. und Lehrauftrag an der Uni Heidelberg. 1953 - 78 Pfarrer in Salem, davon 10 Jahre Dekan des Kirchenbezirks Überlingen- Stockach. Ab 1978 im Ruhestand in Konstanz.
 
 

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