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Dienstag, den 02. Dezember 2008 um 07:37 Uhr
   Reichert, Jonathan (*................../ Bayern......1971)
 
►Johannes ben Zebedäus
Die Jesusbiographie in allgemeinverständlicher Sprache
[übertragen von Jonathan Reichert]
Schopfheim im Alemannischen: markus medau / propagamma ferlag 1995
 
Wortstimmen:
Am Anfang war das Wort
Und das Wort war mit Gott
Und das Wort war Gott
Er war am Anfang mit Gott
Alles entstand durch Ihn
Es gibt nichts
Was nicht durch Ihn entstanden ist
In Ihm war absolutes Leben
Und das absolute Leben war das Licht der Menschen
Und das Licht leuchtet im Dunkeln
Aber das Dunkel hat es nicht ausgelöscht
(Johannes Ev. 1: Das Wort wird Mensch)
 
Wir wissen, daß jeder, der von Gott gezeugt worden ist,
keine Vergehen begeht. Der Sohn Gottes bewahrt ihn
und der Böse kann ihm nichts antun.
Wir wissen, daß wir von Gott abstammen und die ganze Welt
in der Macht des Bösen liegt.
Wir wissen, daß der Sohn Gottes gekommen ist und uns Einsicht gegeben hat,
damit wir den Wirklichen kennenlernen.
Wir sind in dem Wirklichen, in seinem Sohn, dem Messias.
Er ist der wirkliche Gott und das unvergängliche Leben.
Kleinkinder, hütet euch vor den Götzen!
(Die Briefe. 1. Joh. 5)
 

 

Zum Buch:
Dieses augenfällige Werk, eine "Nahaufnahme von Jesus", fällt schon durch sein Äußeres aus dem üblichen Bücherrahmen: Das mit "Tschäms" signierte Cover läßt nicht unbedingt erahnen, wohin der inhaltliche Weg führt; der Artist heißt jedenfalls James Meyer und stammt aus New York. Der Übersetzer entstammt dem Alemannischen und das Oktav- formatige Paperback einer schweizer Druckerei.
Es enthält das Johannes-Evangelium und die drei Johannesbriefe. Der Übersetzer schrieb im Vorwort unter anderem:
" Der größte Unterschied zu herkömmlichen Übersetzungen besteht hier in der Vermeidung religiöser Ausdrücke. Wörter wie "Taufe", "Herrlichkeit", "Gnade" haben nur in religiösem Kontext ihren Sinn."
Der Leser wird auf augenfreundlichem chamois- farbigem Papier zum Lesen des Ev und der Briefe eingeladen. Da die im Mittelalter eingeführten Versangaben gestrichen wurden, "um ein normales Lesegefühl zu vermitteln", ist man auf die Kapitelangaben beschränkt. Der Übersetzungstyp ist mit ,kommunikativ' bzw. ,dynamisch- äquivalent' zu charakterisieren. Viel Mühe gab sich J. R. mit den Wort- und Begriffs-Erklärungen im Anhang, Glossar genannt. Die wesentlichen johanneischen Kernbegriffe aus der Koinê sind in deutsche Umschrift gebracht und für den Leser dieser Jahrhundertwende erläutert.
Als Beispiel sei das griechische Wort >stauros, σταυρός< gewählt: J. R. führt aus:
"Da ich den Begriff 'Kreuz' für zu klischeebeladen halte, habe ich die ursprüngliche Bedeutung von 'staurus' (sic!) gewählt: PFAHL.
Zur Übersetzung sei nebenbei folgendes bemerkt:
Die Entscheidung, in Kap 2:1 den "dritten Tag" durch "Zwei Tage später" wiederzugeben, ist durchaus diskutierbar. Der Bezug zum Tag Drei der Schöpfungsgeschichte (zweimal Prädikat "gut") geht verloren. Weiterhin muß J. Reichert den Beweis antreten, daß der Aufruf in Kap. 19: 5 von Pilatus (wie leider oftmals kolportiert) und nicht von Jesus selbst stammt, denn "Pilatus" wird hier handschriftlich nicht erwähnt.
Dessenungeachtet hätte der Verfasser dieser Zeilen noch weitere Evv zum Schmökern und Entdecken zu lesen gehabt, etwa das erste Evangelium, autorisiert von  Matitjahu HaLevi ben Chalpai.....
 
Ein weiteres Werkchen dieses Verlages siehe unter >Medau!
 
Zur Person:
....................................(wird noch recherchiert...)
 

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