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Dienstag, den 02. Dezember 2008 um 07:42 Uhr
 

AT: Rießler, Paul (*Stuttgart 18. Sept. 1865 † 16. Sept. 1935 Tübingen / Württ.) Priester, Prof. Dr.

NT: >Storr, Rupert (Schwäbisch Gmünd 1883 1957 Stuttgart)    "Mainzer Bibel" / "Grünewald- Bibel"

 Ausgabe 1929

 Ausgabe 1928

  SU Ausgabe 1934

Ausgabe 1954

Ausgabe 1958

Leipziger Ausgabe 1957

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Die "Mainzer"- bzw. "Grünewald- Bibel" ist heute kaum mehr bekannt unter den Katholiken deutscher Sprache, und das zu Unrecht, denn sprachlich und betreffs der Übersetzungsgenauigkeit braucht sich dieses Werk durchaus nicht zu verstecken. Als Urtextangabe wird auf die hebräischen, aramäischen und griechischen Grundtexte zurückgegriffen; die Vulgata ist vernachlässigt. Die Üs der Weisheitsbücher, Psalmen und Propheten sind in metrischer Sprachform wiedergegeben, was den heutigen Leser befremden mag. Dieses Vorurteil kann durch die untenstehenden Beispiele in den WS zurückgenommen werden.
In den "Testbüchern" der freikirchlichen Autoren, die ja bekanntermaßen fleißig Übersetzungen vergleichen und werten, (K. Weber, R. Kassühlke, M & R. Kuschmierz, R. Ebertshäuser, R. Steiner) sucht man vergeblich nach diesen katholischen Schwergewichten wie vorliegende Rießler/ Storr- oder die Hamp/ Stenzel/ Kürzinger (Pattloch-) Bibel. Das ist angesichts der sonst unter die Lupe genommenen Ausgaben nicht nachvollziehbar und bezeugt den Umfang des Tellerrands, über den hier nicht hinausgeschaut wird. Bezüglich des Wertes der katholischen Anmerkungen kann ja ohne Umschweife gelten: Man darf den Fisch auch ohne die Gräten essen. Siehe in diesem Zusammenhang auch die Einführungsartikel unter der >Herder- / und der Pattloch- Bibel.
 
Aus den unseligen Kriegszeiten Anfang des 20. Jhdts stammt ein Psalmenbuch, das wohl als ein frühes Übersetzungswerk Paul Rießlers gelten kann:
 
KriegspsalmenAusgewählte Psalmen Davids
   übersetzt und kurz erläutert von Dr. Paul Rießler
Kempten/ Allgäu und München: Verlag der Jos. Kösel'schen Buchhandlung 1915
 
Imprimatur: Augustae Vindel. 1915
 
Wortstimme:
 
Zum Buch:
Folgende Pslamen sind übersetzt: 3 - 6 - 8 - 13 - 18 - 20 - 23 - 30 - 32 - 33 - 34 - 40 - 46 - 51- 56 - 57 - 77- 83 - 85 - 91 - 98 - 100 - 103 - 113 - 124 - 121 - 123 - 125 - 129 - 130 - 143 - 144
 
 
Die Heilige Schrift des Alten und Neuen Bundes
Nach dem Grundtext übersetzt

I. Band: Geschichtliche Bücher (Genesis - II: Makkabäer)
Mainz: Matthias= Grünewald = Verlag 1924. Erstes bis fünftes Tausend (2. Aufl. 1929)
 
Imprimatur: Rottenburg 1923
 
►II. Band: Weisheitsbücher / Psalmen / Propheten
Mainz: wie oben 1924. Erstes bis fünftes Tausend (2. Aufl. 1928)
 
Imprimatur: Rottenburg 1923
 
►III. Band: Die heilige Schrift des Neuen Bundes
            Nach dem griechischen Text übersetzt von Rupert Storr
Mainz: Matthias= Grünewald = Verlag 1926. Erstes bis fünftes Tausend (2. Aufl. 1929)
 
Imprimatur: Rottenburg 1923
 
 
Wortstimmen zum AT:
Nicht gibt es einen, wie den Gott von Jeschurun,
der da dein Himmel neigt zu deiner Hilfe, in seiner Kraft die Wolken.
Erhaben ist der ewige Gott und er zerbricht der Freveler Arme;
er hat den Feind vor dir verjagt, den Amoriter ganz vernichtet.
Er läßt im Sichern Israel wohnen, unnahbar Jakobs Quell
in einem Lande voll Korn und Wein und auch sein Himmel träufelt Tau.
Heil dir, o Israel! Wer ist wie du?
Ein Volk, so siegreich durch den Herrn!
Er ist der Schild, der dich beschützt
und Er das Schwert, das Siege dir erkämpft.
Es werden deine Feinde durch dich geschwächt,
und über seine Höhen schreitest du dahin.
(Deuteronomium 33: 26- 29)
 
 

Ein Gebet, von Moses, dem Manne Gottes.

 Ein Obdach bist du uns, o Herr, durch alle Menschenalter.
 Bevor die Berge noch geboren wurden,
 eh' Erd und Welt erzeuget waren,
bist du, o Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit.
 Die Menschen wandelst du in Staub
 und sprichst dann: „Andere Menschenkinder, werdet!"
 Denn tausend Jahre sind in deinen Augen
gleich einem jüngst vergangnen Tage, gleich einer Wache in der Nacht.

(90. (89.) Psalm 1- 4)

 
 
 
            Ich will jetzt an des Herren Werke denken
und will erzählen, was ich schaute.
Des Herren Werke sind durch seine Worte.
Der Sonne strahlend Licht beleuchtet alles;
so ist von seiner Herrlichkeit sein Werk erfüllt.
Ließ nicht der Herr doch seine Wunder all von seinen Heiligen erzählen,
die er, der Herr, der Allgewaltige, erschuf,
um so mit seiner Herrlichkeit das Weltall auszuschmücken?
Die Urflut und das Herz erforschet er,
durchschaut darinnen die geheimen Gänge;
denn alles Wissen kennt der Herr und schaut der Zeiten Zeichen.
und deckt die Spuren des Verborgenen auf.
Und es entgeht ihm kein Gedanke
und nicht ein einzig Wort bleibt ihm verborgen.
(Jesus Sirach 42: 15- 20)
 
 
 
Zu den Bänden:
Größe: Oktav; Frakturschrift; sehr übersichtlicher Schriftsatz; große Teile in Sinnzeilen (Kolometrie) angeordnet. Anmerkungen in den Anhängen (..........)
 
 
Die Heilige Schrift des Alten und Neuen Bundes
Ungekürzte Ausgabe • Übersetzt
von Paul Rießler und  Rupert Storr
Mainz: Matthias= Grünewald = Verlag 1934. Der Wohlfeilen Ausgabe 1. - 15. Tausend
3. durchgearbeitete und verbesserte Auflage (für den Alten Bund)
 
Imprimatur: Rottenburgi 1934
 
Wortstimmen:
Dies sind Davids letzte Worte, ein Ausspruch des Isaisohnes
David und ein Ausspruch des Mannes, der als Gesalbter
des Jakobgottes und als Klangvoller in Israels Liedern dastand:
„Ausspricht der Geist des Herrn durch mich; auf meiner Zunge
ist sein Wort.
Gesprochen hat der Gott von Israel. Gesprochen hat zu mir
der Fels von Israel: Wer über Menschen herrscht gerecht,
von Gottesfurcht erfüllt, als Herrscher, der gleicht dem Licht
am Morgen, am wolkenlosen Morgen, wenn hell die Sonne
strahlt, die Gräser aus dem Boden sprossen läßt.
Steht also nicht mein Haus zu Gott? hat Er doch einen
ewig giltigen Bund mit mir geschlossen, der in gar allem
festgestellt, gesichert ist. — Denn all mein Streben und
mein Wünschen, läßt Er es denn nicht glücken?"
II. Sam. 23: 1- 5
 
Vernimm du Israel, die lebenspendenden Gebote!
Aufhorcht, um Einsicht zu erlernen!
Wie kommt es, Israel, ja wie, daß du im Feindeslande bist,
daß du im fremden Land hinsiechest, daß du, den Leichen gleich,
geschändet wirst und den ins Grab gesunkenen wirst zugerechnet?
Der Weisheit Quell hast du verlassen. Wärst du auf Gottes Weg
gewandelt, im Frieden weiltest du daheim für immer.
Erlerne, wo die Klugheit, wo Kraft zu finden, wo Einsicht ist,
daß du zugleich erkennst, wo Lebenslänge, Lebensglück,
wo's Augen, leuchtend, gibt und Frieden!
Wer hat je ihren Ort gefunden? Wer drang zu ihren Schätzen?
Baruch 3: 9- 15
 
 
Zum Buch:
Klein-Oktav; Frakturschrift, zweispaltiger Satz; Anmerkungen im Anhang
 
 
Die Heilige Schrift des Alten und Neuen Bundes
Übersetzt
von Paul Rießler und  Rupert Storr
Mainz: Matthias= Grünewald = Verlag o. J. (1949). 31. - 37. Tausend der Taschenausgabe
Vierte, unveränderte Auflage (1941; vernichtet) 1949 (für den Alten Bund)
 
Imprimatur: Rottenburgi 1934
 
Wortstimmen:
 
Zum Buch:
Klein- Oktav mit zur 1934er Ausgabe verändertem, etwas übersichtlicherem Schriftbild in zweispaltiger Fraktur. Im Anhang befinden sich die Erklärungen sowie nun auch vier Seiten Landkarten.
 
 
Die Heilige Schrift des Alten und Neuen Bundes
Übersetzt
von Paul Rießler und  Rupert Storr
(Herausgeber: Dr. Heinrich Getzeny)
Mainz: Matthias- Grünewald- Verlag o. J. (1952). 45. - 52. Tausend der Ein- Band- Ausgabe
Fünfte / Sechste Auflage mit den vom Übersetzer eigenhändig mitverwendeten Verbesserungen
(1952, für den Alten Bund)
 
Imprimatur: Rottenburgi 1952
 
Wortstimmen:
Ein Lied von Asaph.
Gott, Gott der Herr, soll reden; die Erde rufe Er
 vom Aufgang bis zum Niedergange!
Von Sion her, der Schönheit Krone, erstrahle Gott!
So komme wieder unser Gott und schweige nicht!
Verzehrend Feuer schreite vor Ihm her:
gewaltig stürme es um Ihn! Dem Himmel droben rufe Er
und dann der Erde mit den Worten:
„Versammelt Mir jetzt meine Frommen, die einen Bund
mit Mir geschlossen!", daß sie Sein Volk der Opfer wegen richten.
Der Himmel lege Zeugnis dafür ab: „Er ist im Rechte;
Er ist ein Gott des Rechtes." (Sela)
Mein Volk, gib acht und laß Mich reden, Israel!
Ich ermahne ernstlich dich: Gott, dein Gott, bin Ich.
50. (49.) Psalm
 
Beweglicher als jegliche Bewegung ist die Weisheit.
Sie dringt und geht durch alles durch infolge ihrer Reinheit.
Ein Hauch der Gotteskraft ist sie, ein klarer Ausfluß
aus der Herrlichkeit des Allbeherrschers. Deshalb geht
nichts Beflecktes in sie ein. Sie ist des ewigen Lichtes Abglanz,
des Gotteswirkens makelloser Spiegel, ein Abbild Seiner Güte.
Obgleich sie einzig ist, vermag sie alles, und bleibt sie auch bei sich,
erneuert sie doch alles, und von Geschlechte zu Geschlecht
in heilige Seelen übergehend, erzeugt sie Gottes Freunde
und Propheten. Nichts anderes liebt Gott als den, der mit der
Weisheit vertraut ist. Sie ist noch schöner als die Sonne
und als die ganze Sternenwelt. Verglichen mit dem Lichte,
geht sie diesem vor. Denn diesem folgt die Nacht;
doch gegen Weisheit kann die Bosheit nicht bestehen.
Weisheit 7: 24- 29
 
 
Zum Buch:
Ab der fünften Auflage ist Antiquaschrift verwendet. Der in kl- 8° - Format hergestellte Band bekam nun einen einspaltigen Satz. Poetische Teile, wie die Psalmen, sind kolometrisch gesetzt. Das Übrige blieb unverändert. Allerdings kommen zu den Erklärungen im Anhang noch Bildtafeln und Landkarten hinzu.
 
 
Die Heilige Schrift des Alten und Neuen Bundes
Übersetzt
von Paul Rießler und  Rupert Storr
(Herausgeber: Dr. Heinrich Getzeny)
Mainz: Matthias- Grünewald- Verlag o. J. (1954). 51.- 62. Tausend der Ein- Band- Ausgabe
Siebente, gründlich durchgesehene und verbesserte Auflage (1954, für den Alten Bund)
 
Imprimatur: Rottenburgi 1954
 
Wortstimmen:
Mich schuf der Herr als Anfang Seiner Laufbahn, als erstes Seiner Werke,
in der Urzeit. Von Ewigkeit her bin ich eingesetzt,
im Anfang seit dem Weltbeginne. Die Ozeane waren nicht, da ward ich
 schon geboren, als es noch keine reichen Wasserquellen gab.
 Bevor die Berge eingesenkt, da war ich vor den Hüglen schon geboren.
 Er hatte Land und Flur noch nicht gemacht, noch nicht das Element
 des Staubes in der Welt, da war ich schon dabei, als Er den Himmel
 hergestellt, als Er die Wölbung überm Ozean festsetzte,
 als Er die Wolken droben mächtig machte, und als des Ozeans
 Fluten mächtig wurden, als Er dem Meere Seine Schranke setzte,
daß die Gewässer Sein Geheiß nicht überschritten, als Er
der Erde Gründe legte. Zur Seite war ich Ihm als Schülerin
und diente zur Ergötzung Tag für Tag und spielte vor Ihm
jede Zeit und spielte auf dem Erdkreis, den ich liebte,
und zur Ergötzung diente ich den Menschenkindern.
Sprüche 8: 22- 31
 
Und ich bestelle über sie zum Weiden einen einzigen Hirten,
den David, Meinen Knecht. Er soll sie weiden, soll ihr Hirte sein.
Und Ich, der Herr, will dann ihr Schutzgott sein, Mein Diener
David Fürst bei ihnen. Ich sag' es, Ich, der Herr.
Und Ich errichte einen Friedensbund für sie, verbanne aus dem Land
die wilden Tiere. Selbst in der Wüste sollen sie sicher wohnen,
in Wäldern schlafen können. Ich mache sie und was um Meinen Hügel
liegt zum Segen. Ich sende Regen auch zur rechten Zeit;
es sollen segensreiche Regengüsse sein.
Ezechiel 23: 24- 26
 
 
Zum Buch:
Unveränderte Buchdaten zur fünften Auflage.
 
 
Die Heilige Schrift des Alten und Neuen Bundes
Übersetzt
von Paul Rießler und  Rupert Storr
Mainz: Matthias- Grünewald- Verlag o. J. (1962). 106. - 120. Tausend der Ein- Band- Ausgabe
 
Imprimatur: Rottenburgi 1958
 
Wortstimmen:
Da sprach Moses zu Gott: „Ich komme also zu den Söhnen Israels
und sage ihnen: ,Der Schutzgott eurer Väter schickt mich zu euch.'
Wenn sie mich fragen: ,Was ist es um seinen Namen?' was soll ich
ihnen sagen?" Da sprach Gott zu Moses: „Ich bin der ,Ich bin'."
Und er sprach: „So sollst du zu den Söhnen Israels sprechen:
,Der »Ich bin« hat mich zu euch gesandt.'" Und weiter
sprach Gott zu Moses: „So sollst du zu den Söhnen Israels sprechen:
,Der Herr, der Schutzgott eurer Väter, der Gott Abrahams, Isaaks
und Jakobs, schickt mich zu euch. Für ewig ist dies mein Name
und dies für alle Geschlechter meine Bezeichnung.'
Exodus 3: 13- 15
 
Ja, meines Vaters Gott, Du Gott des Erbes Israel, des Himmels
und der Erde Herr, Erschaffer der Gewässer und König
Deiner ganzen Schöpfung, erhöre mein Gebet! Laß meine trügerische Rede
zur Wunde und zur Strieme sein für die, die gegen Deinen Bund,
Dein heilig Haus, den Siosnberg und Deiner Söhne Wohnsitz
Grausamens beschlossen haben! Bewirke, daß Dein ganzes Volk
und jeder Stamm erkennend wisse, daß aller Macht und Stärke
Gott Du bist, und daß kein anderer ist wie Du,
der Israels Geschlecht beschirmt!"
Judiths Gebet Kap. 9: 12- 14
 
 
 
Zum Buch:
Unveränderte Buchdaten zur fünften Auflage; die Bildtafeln sind hier (zumindest für die XII. Aufl.) weggelassen. (....)
Auflagen- Informationen:
(IX. Auflage 74.- 86. Tausend der Ein- Band- Ausgabe; 4. Aufl. für den Alten Bund)
(X. Auflage, 86. - 95. Tausend der Ein-Band-Ausgabe; 5. Aufl. für den Alten  Bund)
(XI. sorgfältig durchgesehene Auflage 1961, 96. - 105. Tsd.; 6. Auflage für den Alten Bund)
♦ XII. sorgfältig durchgesehene Auflage (1962), (7. Auflage für den Alten Bund)
(XIII. Aufl. 121.- 136. Tsd. 1965; 8. Aufl. für den Alten Bund)
(XIV. Jubiläumsausgabe 1966; 9. Aufl. für den Alten Bund)
 
Aus einem Verlagsprospekt aus der Mitte der 50er Jahre kann man sich ein Bild davon machen, was damals solch eine Bibel kostete:
„Die einzige einbändige Katholische Vollbibel im Taschenformat"
 
so der Stand bis 1956, als die einbändige Ausgabe der Pattloch- Bibel (Hamp / Stenzel / Kürzinger) in Aschaffenburg erschien, die im Übrigen bis heute (2010) gedruckt wird.
 
Leinen: DM 24,50 (AT- Teilausgabe: DM 20.-)
Schafleder hellblau: DM 38,50; Ziegenleder: DM 46,50; Schweinsleder: DM 55,50;
Antik Pergament Goldschnitt: DM 63,50; Maroquin Goldschnitt: DM 72,50
Man kann anhand solcher Preise ermessen, wer sich damals eine solche Bibel leisten konnte bei einem durchschnittlichen Monatsgehalt von DM 320.- (für 1954) !!
Die Leinenvariante der "Jubiläumsausgabe" 1966 kostete immerhin noch DM 19,80 !
 
1969 erschien folgender Photoband mit dem (anonym abgedruckten) Hohelied- Text aus Rießlers AT:
 
Mayne, Noël
►Das Lied der Lieder
   Die leidenschaftliche Liebesgeschichte  von KÖNIG SALOMO und SULAMITH
   Schriftgestaltung der deutschen Ausgabe: Hansherbert Buschhüter und Heinz Weiemann.
Im Rahmen einer internationalen Koproduktion für den deutschen Sprachbereich herausgebracht
Bonn am Rhein: Verlag der Europäischen Bücherei • H. M. Hieronimi  © Noël Mayne 1969
 
 
 
Wortstimme:
So drücke mich gleich einem Siegel auf dein Herz,
Auf deinen Arm gleich einem Siegel.
Stark wie der Tod ist doch die Liebe,
Fest wie die Unterwelt die Liebesleidenschaft
Und ihre Flammengluten Feuergluten.
Viel Wasser können nicht die Liebe löschen
Und Ströme sie nicht überfluten.
Wenn einer alle Habe seines Hauses für die Liebe gäbe,
Man würde ihn doch bloß verachten.
(ungezählt: Kap. 8)

 

 
Zum Buch:
Noël Mayne arrangierte die Aktphotographien dieses Quart- Bandes mit der Zwischenüberschrift > Der Welt schönstes Liebeslied<. 
Ein Übersetzer ist nicht angegeben. Ein Textvergleich verrät, daß die 1934er Ausgabe der "Grünewald- Bibel" von Paul Rießler als Vorlage diente.
In der Haupsache ist dieses Werk eine gut gemachte Abfolge von Aktaufnahmen zum Text in s/w. Im Klappentext heißt es: "Der erotischste Teil der Bibel und einer ihrer schönsten Abschnitte überhaupt". Im Gegensatz zur  Rießlerschen Übersetzung des alttestamentlichen „Liedes der Lieder", die natürlich eine kirchliche Druckerlaubnis erhielt, wäre dieses Werk als Bibelteil sicherlich angesichts der für 1969 sehr freizügigen Photos auf dem Index gelandet. Ob aus diesem Grund die Herkunft der Üs mit keinem Wort erwähnt ist - man könnte den Eindruck bekommen, sie wurde geradezu vermieden - weiß der Vf. dieser Zeilen nicht.
Der Text ist vollständig abgedruckt und in fünf Szenen gesetzt. Kapitel- oder Verseinteilung gibt es nicht, würde auch gar nicht hierher passen. Die Akteure sind König Salomo, Sulamith und die Töchter von Jerusalem, die auch in den Überschriften kenntlich gemacht sind.
 
(Zum Neuen Testament vgl. bei Storr)
 
Paul Rießler gab 1928 ein umfassendes Werk heraus, das lange seinesgleichen suchte:
 
Altjüdisches Schrifttum außerhalb der Bibel.
Übersetzt und erläutert
Augsburg: Dr. Benno Filser Verlag 1928 1. Aufl.
(Reprint:) Heidelberg: Verlag F. H. Kerle 1966 / 1975 / 1979
Darmstadt: Wissenschaftl. Buchgesellschaft 1966
 
Zum Buch:
Inhalt: (................)
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 
 

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