Schenk, Johannes Joseph (* Köln am Rhein 31. Jan. 1906 † .............................) Dr. phil.
Dr. Johann Schenk übersetzte 1938 und 1951 aus der lateinischen Vulgata zwei Titel:
►Deutsches Sonn= und Festtagsbrevier
Stundengebet der Röm. Kirche [66 Psalmen nach der Vulgata und fünf Kantiken aus AT & NT]
Herausgegeben von Dr. Johann Schenk
Düsseldorf: Druck und Verlag: Gesellschaft für Buchdruckerei und Verlag o. J. (1938)
 Imprimatur: Coloniae 1938
Wortstimme:
Wie lieblich ist dein Zelt, o Herr der Heerscharen,
voll Sehnsucht schmachtet meine Seele nach den Hallen Gottes.
Mein Herz und auch mein Leib, sie jubeln dem lebendigen Gotte zu.
Der Sperling hat ein Heim gefunden, ein Nest die Turteltaube,
worin sie ihre Jungen legen kann:
Bei den Altären, Herr der Heerscharen, mein König und mein Gott.
Glückselig, die in Deinem Hause wohnen, Herr,
sie loben Dich in Ewigkeit.
Wohl dem, der Deine Hilfe stets erwartet, seinem Herzen hat er
Wege sich gebahnt durchs Tränental zum Orte hin,
den Gott ihm festgesetzt.
Denn der Gesetzesgeber schenkt den Segen,
so schreitet man von Kraft zu Kraft;
auf Sion wird der höchste Gott geschaut.
Psalm 83 V
Gepriesen sei der Herr, Gott Israels;
denn er hat heimgesucht sein Volk, Erlösung ihm bereitet.
Ein Horn des Heiles hat er uns errichtet,
im Hause Davids, seine Knechtes.
Wie er verheißen hat von alters her
durch seiner Heiligen, der Propheten, Mund:
Er werde uns vor unsern Feinden retten
und aus der Hand all derer, die uns hassen,
Um Gnade zu erweisen unsern Vätern,
und zu erfüllen seinen heiligen Bund.
Den Eid, den er geschworen unserm Vater Abraham,
er werde uns verleihen,
Auf daß wie ohne Furcht, befreit aus unsrer Feinde Hand,
uns seinem Dienste weihen,
In Heiligkeit und Treue vor ihm wandeln
an allen Tagen unseres Lebens.
Benediktus, Luk. 1
Zum Buch:
Obgleich Dr. Johannes Joseph Schenk zwei seiner von ihm herausgegebenen Psalterien selbst übersetzt hat, sind diese kaum bekannt. Sie tauchen weder in Bibliographien anderer katholischer Pss- Übersetzungen noch in den gängigen Fachbüchern zum Thema auf. Lediglich die Breviere mit den übernommenen Üs von A. Miller und R. Guardini sind z. B. bei Peter >Morant aufgeführt.
Gedruckt ist das Buch (kl.8°) mit 368 Seiten Dünndruckpapier in einer edlen Fraktur. Alle Texte sind zweispaltig gesetzt. Die für die Tagzeitengebete relevanten Pss sind nicht in der üblichen Reihenfolge, sondern nach den Erfordernissen ihrer liturgischen Verwendung ausgesucht und angeordnet.
► Wochenpsalterium des römischen Stundengebetes
Lateinisch - Deutsch. Herausgegeben. [150 Psalmen nach der Vulgata und 16 Kantiken aus AT & NT]
Regensburg: Friedrich Pustet Kommissionsverlag. o. J. (1951)
Imprimatur: Ohne Ort (Regensburg), Die 2. Februarii 1951
Wortstimme:
Die Wortstimme von Ps. 18 V ist bei Alois Mayer nachzulesen.
O Herr, du warst uns Zuflucht durch die Geschlechter hin.
Bevor die Berge wurden, die Erde und die Welt entstanden,
bist du, o Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Die Menschen heißest du zum Staube kehren, und sprichst:
«Kehrt um, ihr Menschenkinder.»
Denn tausned Jaher sind in deinen Augen wie der Tag von gestern,
der verging, gleich einer Wache in der Nacht.
Du brichst sie ab: Sie gleichen einem Morgentraum,
dem Gras, das grünt.
Psalm 89 V
Zum Buch:
Die Übersetzung der Psalmen stammt vom Herausgeber Dr. Johann Schenk. Textvorlage ist das sog. Pianum, die neue lateinische Psalmenübersetzung aus 1945.
Gedruckt ist das Buch (etwas kleiner als die 1938er Ausgabe) in kl.8° mit 377 Seiten Dünndruckpapier in Antiqua. Alle Texte sind zweispaltig gesetzt. Die für die Tagzeitengebete relevanten Pss sind nicht in der üblichen Reihenfolge, sondern nach den Erfordernissen ihrer liturgischen Verwendung ausgesucht und angeordnet.
Zwei weitere Breviere gab Johann Schenk heraus; diese sind allerdings mit einer entliehenen Pss- Übersetzung versehen,
nämlich ab 1937 mit dem Text von Athanasius Miller und ab 1950 mit dem von Romano Guardini:
¶ Deutsches Brevier
Vollständige Übersetzung des Stundengebetes der römischen Kirche
herausgegeben von Dr. Johann Schenk
Erster Band: Advent bis Pfingsten
Zweiter Band: Pfingsten bis Advent
Regensburg: Verlag Friedrich Pustet. (1937) Zweite Auflage, o. J. (1939)
Imprimaturen: Ratisbonae 19xx / 19xx
[Der Text des Psalters der ersten beiden Auflagen ist der Übersetzung von Athanasius Miller, Klosterneuburg 1933 entnommen]
Zu ersten und zweiten Ausgabe:
Aus dem Vorwort zur ersten Auflage
Eine Übersetzung wird stets ein Notbehelf sein. Die Zucht und Schönheit, der Wohlklang und Gehalt der lateinischen Sprache sind nicht wiederzugeben. Das Bemühen ging deshalb dahin, einen fließenden Text zu gewinnen und ein schnelles Verständnis zu vermitteln. Das galt namentlich von den Hymnen; selbst sehr unterschiedlich in Kraft und Wirkung, fügen sie sich nur ungern dem sprachlichen Gewand der Übersetzung. Die Psalmen wurden auf Wunsch des Verlages in der Übersetzung von Athanasius Miller O.S.B., Klosterneuburg (1933), übernommen.
Düsseldorf, am Fest der Erscheinung des Herrn 1937. Dr. Johann Schenk.
Aus dem Vorwort zur zweiten Auflage:
Mit Ausnahme unwesentlicher Verbesserungen ist die neue Auflage der ersten vollkommen gleich geblieben; sie erscheint eher als Verlag und Herausgeber zu hoffen gewagt.
Die freundliche Aufnahme, die das Werk allenthalben gefunden, hat so das Wagnis belohnt, zu dem der liturgische Erneuerungswille unserer Zeit geradezu verpflichtete. Die Gebetsweise der Gläubigen an der Gebetshaltung der Kirche zu orientieren, wird die stete Sorge der liturgisch geformten Zukunft sein. Schrittmacher dieses Gedankens zu sein, ist der Wunsch dieser neuen Ausgabe.
Düsseldorf, am Feste des hl. Johannes des Täufers 1939, Dr. Johann Schenk.
► Deutsches Brevier
Vollständige Übersetzung des Stundengebetes der römischen Kirche
herausgegeben von Dr. Johann Schenk
Erster Band: Advent bis Pfingsten
Zweiter Band: Pfingsten bis Advent
Regensburg: Verlag Friedrich Pustet. Dritte Auflage, o. J. (1950). [Vierte Aufl. 1965]
Imprimaturen: Ratisbonae 1950 (beide)
[Der Text des Psalters dieser dritten (und vierten) Auflage ist der Übersetzung von Romano Guardini entnommen]
Der römisch- katholische Priester Alois >Mayer hat in seiner polyglotten Psalmenausgabe eine weitere Variante der Pss von [Johann] Schenk inkorporiert. Unter dem Autor Alois Mayer kann die WS von Ps. 18 (V) nachgelesen werden. Verwendet wurde die Ausgabe 1951 mit Schenks eigener Übersetzung. Die bibliographischen Daten der Polyglotte:
►PSALMORUM LIBER PRIMUS (1- 41)
Editio interlinearis polyglotta 4 linguarum
Polyglotte Psalmtext = Darbietung
Cura et opibus Aloisii Mayer parochi Gutenbergensis elaboratus et impressus
Stuttgart: Editio "Katholisches Bibelwerk Stuttgart" Anno Domini 1960
Imprimatur: Rottenburg 1960
Textangaben: 1.) Zeile: hebräischer Masoretentext. 2.) Zeile: Septuaginta von Rahlfs.
3.) Zeile: lateinisch aus der Neuen Vaticanischen von 1945 (sog. Pianum)
4.) Zeile: lateinisch von Rembold (1933). 5.) lateinisch von Zorell (1939).
6.) Zeile: deutsch von Buber - Rosenzweig. 7.) deutsch von Loch - Reischl.
8.) Zeile: deutsch von Schenk. (Aus dem Wochenpsalterium des römischen Stundengebetes, Regensburg 1951)
Ein weiterer zweibändiger Titel beinhaltet keine Übersetzung von biblischen Texten, sondern lediglich Hymnen katholischer bzw. katholisch- vereinnahmter Provenienz:
¶ Hymnenbuch lateinisch - deutsch
Herausgegeben von Dr. Johann Schenk
1. Band: Die Hymnen des Römischen Breviers
2. Band: (Hymnen aller deutschen Diözesan-Proprien) Anm.: Ob und wann dieser Titel erschien, ist ungewiß.
Regensburg: Kommissionsverlag Friedrich Pustet o. J. (1951, 1. Band)
Imprimatur: Ratisbonae 1951 (1. Band); Das Vorwort zu Bd. 1 schrieb Dr. Schenk aus Köln, am Fest des hl. Johannes d. Täufers, 1951
Zur Person:
Bisher bekanntgewordene Daten zur Vita Dr. phil. Johannes Joseph Schenk
12.02.1931: Priesterweihe
27.02.1931-26.01.1933: Kaplan in Sieglaer
27.01.1933- 30.10.1939: Kaplan in Düsseldorf-Oberbilk an St. Joseph
ungefähr zur gleichen Zeit Bezirkspräses des Düsseldorfer Kreuzbundes
31.10.1939- 07.08.1949: Pfarrverweser in Eschweiler, Dekanat Münstereifel
08.08.1949- 30.06.1951: Subsistior in Köln-Hohlweide an St. Maria-Himmelfahrt
01.07.1951- 25.04.1958: Pfarrer in Neu-Bottenbroich, Niederrh.
26.04.1958: krankheitshalber beurlaubt
1965: letzmalig genannt
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