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►Die Reden und Briefe der Apostel - mit Einschluß der Apokalypse
in deutscher Nachbildung und Erläuterung
Bonn: Peter Hanstein, Verlag (1903) 1912. Zweite, verbesserte Auflage
Imprimatur: Coloniae 1912
Das Vorwort zu beiden Auflagen ist in Kempen (1903) und zuletzt 1912 geschrieben.
Wortstimme:
"Im alten Bunde hat Gott seine Offenbarungen in den Propheten
und durch sie unseren Vätern stufen- und bruchstückweise
auf mancherlei Art kundgegeben.
Im neuen Bunde dagegen hat Gott zu uns in seinem menschgewordenen Sohne geredet
und damit die Offenbarung vollendet und zum Abschluß gebracht.
Ihn hat er zum Erben und Herrn der ganzen Welt eingesetzt,
die auch durch ihn ins Dasein gerufen worden ist.
Als Abglanz der Herrlichkeit des Vaters, als Gleichbild seines göttlichen Wesens
trägt und erhält der Sohn das Weltall durch das Wort seiner Kraft,
durch seinen allmächtige Willen.
Nachdem er uns erlöst und von Sünden gereinigt hat,
sitzt er zur Rechten der Majestät im Himmel.
Da ist er auch seiner menschlichen Natur nach so weit über die Engel erhöht,
als sein Name vorzüglicher ist, den er von ihnen ererbt hat."
(Hebräer 1:1-4)
Zum Buch:
Der gebundene Kleinoktav- Band beinhaltet den Bibeltext, allerdings nur in Auswahl, ausführlich eingeleitet und für den Laien erklärt. Die Erklärungen umfassen auch andere Lesarten, z. B. die der Vulgata. Terwelp begründet im Vorwort seine "freie und selbständige Bearbeitung mit völliger Abstreifung der fremdsprachlichen Besonderheiten und der schulmäßigen Form" solchermaßen, wobei er durchaus nicht mit harter Kritik spart: Existierende Üs wie z.B. die von B. Weinhart und B. Grundl "enthalten...doch vielfach nachlässig gebildetete, harte und holprige Sätze, ja nicht selten wahre Satzungeheuer, die durch Einschiebsel und Einschachtelungen aller Art verwirrten Knäueln gleichen und ebenso übellautend wie schwer verständlich sind". Er nun hat sich zum Ziel gesetzt, den Sinn, "den unmittelbaren Zweck und den Zusammenhang der Worte der hl.Schriftsteller aufzudecken und ihre Gedanken in schlichter, schmuckloser Sprache in angemessenem Deutsch wiederzugeben". Wie aus der WS ersichtlich, ist der Text aus der gewissen Entfernung des Theologen zum Briefeschreiber verfasst und will auch als solcher verstanden werden. -- Erfreulich für den Leser des 21. Jahrhunderts: Der Satz des über 400 Seiten starken Buches ist in Antiqua gesetzt.
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