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Mittwoch, den 03. Dezember 2008 um 11:16 Uhr

 

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Wohlgemuth, Josef (*Memel / Memelland 10.Juli 1867   ... Feb. 1942 Frankfurt / Main) Docent, Dr. phil
הרב ד"ר יוסף וולגמוט
 
 
Bleichrode, Isidor Avraham Jizchak ben Eliezer (*Stettin / Pommern 22. Okt. 1867  Jerusalem / Israel  15. Febr. 1954)  
                                                                                            Prediger, Rabbiner, Schuldirigent

 

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►Die fünf Bücher Moses
(hebr.) mit deutscher Übersetzung
Nebst den Haphtaroth,
übersetzt von L(ipmann) H(irsch) >Löwenstein
und den Megilloth (hebr.)
Rödelheim: Druck u. Verlag von S. Lehrberger & Comp. (1899) Zweite Auflage 1909
 
Wortstimmen:
"Im Anfang schuf Gott den Himmel und die Erde.
Und die Erde war öde und wüst, und Finsternis über dem Abgrund,
und Gottes Odem schwebte über den Wassern.
Da sprach Gott: Es werde Licht! Und es ward Licht.
Und Gott sah, daß das Licht gut war.
Und Gott schied zwischen dem Licht und der Finsternis.
Und Gott nannte das Licht Tag, und die Finsternis nannte er Nacht.
Und es ward Abend, und es ward Morgen, e i n  Tag. — "
(Erste Buch Moses 1: 1- 5)
 
Zum Chumasch:
Der Oktavband mit 519 Doppelseiten ist in Fraktur gedruckt. Auf der rechten Doppelseite ist die Masorah, links in zwei Spalten die Üs abgedruckt. Auf Anmerkungen oder sonstige Beigaben jeglicher Art wurde verzichtet. Diese 2. Auflage ist durchgesehen, jedoch unverändert im Inhalt zur ersten A. von 1899. Die Übersetzer schrieben ein  Vorwort, undatiert und ohne Ortsangabe, auf der sie die Üs. folgendermaßen einleiten: .........................
Der Verlag Lehrberger vervollständigte dieses Vorwort noch mit einer Notiz über diese zweite Auflage, datiert in Rödelheim, 1909.

 

 

 Pentateuch (Die fünf Bücher Moses)
(hebräisch) mit deutscher Übersetzung
und die Haftarot                                                                  
übersetzt von L. H. >Löwenstein und S. >Bamberger
Basel: Victor Goldschmidt Verlag ©1979 (Neudruck)
Rechtsnachfolger von Dr. Felix Kauffmann, New York
früher Verlag I. Kauffmann & M. Lehrberger, Frankfurt a. M. - Rödelheim
 
 
altWortstimme:
"Jeschurun, niemand gleichet deinem Gotte!
Er fährt einher am Himmel, dir zur Hilfe,
In seiner Hoheit auf den Wolken.
Ja, Zuflucht ist der Gott der Urzeit dir,
Hinieden tragen ewig seine Arme dich.
Den Feind, ihn treibt er vor dir her Und ruft dir zu: Vernichte ihn!
So wohnet ungefährdet Israel, Gesondert Jakobs Quell...
Drum heil dir, Israel, wer gleichet dir?
Du Volk, dem Hilfe ward vom Ewigen?
Er – deines Beistands Schild,
Er – deiner Hoheit Schwert! "
(5. Buch Moses 33: 26-29a)

altWortstimme aus der Haftara:
"Dieser spricht: Ich bin des Ewigen!
Jener nennt sich mit dem Namen Jakob, der verschreibt sich dem Ewigen,
legt den Namen Jisrael sich bei! –
So spricht der Ewige, der König Jisraels und sein Erlöser,
der Ewige Zebaoth:
Ich bin der Erste, ich der Letzte, und ausser mir ist kein Gott!
Wer kann gleich mir es verkünden, er ordne es vor mir,
seitdem ich ein Volk von Anbeginn erschaffen,
und Wunderzeichen, und was da kommen wird, mögen sie verkünden."
(Jes. 44: 5- 7)
 
 
 
Zum Buch:
Der hier beschriebene Synagogen - Chumasch vom V. Goldschmidt - Verlag dürfte wohl ein Nachdruck oder eine Neuausgabe der letzten Vorkriegsauflage (7°. 1939) sein.
Der Käufer dieser Thora- Ausgabe wird durchaus im Unklaren darüber gelassen, daß diese Übersetzung ursprünglich aus der vorletzten Jahrhundertwende stammt. Das in den früheren Ausgaben enthaltetene Vorwort ist nicht mehr abgedruckt. Ebenso ist eine Auflagen- Information fortgelassen. Bei der Neuausgabe der Zunz- Bibel aus dem selbigen Verlag wurde leider ähnlich verfahren.
Der kl.-8° Band setzt die Masorah auf die rechte, die sehr wörtliche Übersetzung auf die linke Buchseite, einspaltig gedruckt in Antiqua. Anmerkungen oder Sachparallelstellen gibt es nicht.
Bemerkenswert im Gegensatz. zu mindestens den ersten beiden Aufl. ist, daß innerhalb der Prophetenabschnitte (Haftoroth) Stellen aus dem 4. und 5. Buch Mose von S. Bamberger stammen und nicht vom Üs.-team Wohlgemuth / Bleichrode.
 
Auflagenzählung:
(3. Aufl. 19??; 4. Aufl. 1921; 5. verb. Aufl. 1929; 6. verb. Aufl 1936; 7. Aufl. 1939)
 
Zur Person Josef Wohlgemuth:
Ab 1895 Dozent am Rabbinerseminar Berlin; Lehrer an der Religionsschule "Adass Jisroel", Berlin und Mitglied des Beth- Din; ab 1914 Herausgeber der Zeitschrift Jeschurun; Werke: u.a. "Die Unsterblichkeitslehre in der Bibel" (1899); " Das jüdische Religionsgesetz in jüdischer Beleuchtung" (1911)(..............)
 
Nota:
Es gab noch einen weiteren Rabbiner gleichen Namens:
Dr. Joseph Wohlgemuth: geb. 1885 in Königsberg / Ostpreußen, gest. 1935 in Kitzingen; erhielt seine Ausbildung 1905 bis 1909 am Rabbinerseminar Berlin, 1909 Ordination; Seminarrabbiner am Würzburg Lehrerseminar (ILBA), 1910 bis 1912 Lehrer und Rabbiner (der Adass Jisroel) in Königsberg, 1913 bis 1935 Rabbiner in Kitzingen. 
 
 
Zur Person Isidor Bleichode:

Talmudstudium in Krotoschin, danach weitere Ausbildung am orthodoxen Rabbinerseminar von Hildesheimer in Berlin. 1904 promovierte er in Gießen zum Dr. phil. Von 1904 bis 1916 war er in verschiedenen jüd. Gemeinden als Rabbiner tätig. In den Jahren von 1916 bis 1932 war er Rabbiner in der orthodoxen Synagoge in Kreuzberg, wo er unter Anderem Talmudlehrer  von Gerhard "Gerschom" Scholem war. Er wanderte 1932 nach Jerusalem aus, wo er 1954 verstarb.

 

 

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